Der Aufsichtsrat der Eintracht Frankfurt Fußball AG hat Sportvorstand Markus Krösche auf eigenen Wunsch mit sofortiger Wirkung freigestellt. Der Vertrag bleibt angepasst bestehen. Die Entscheidung fiel einstimmig in einer außerordentlichen Sitzung am Sonntag.
Freistellung nach Gesprächen mit Aufsichtsratsvorsitzendem
Krösche hatte laut Verein den Aufsichtsratsvorsitzenden Mathias Beck gebeten, ihn sofort von seinen Aufgaben zu entbinden. Der Entscheidung waren gute, offene und vertrauensvolle Gespräche zwischen beiden über die sportliche Gegenwart und Zukunft des Klubs sowie die weitere Zusammenarbeit vorausgegangen.
Beck würdigt Krösches Verdienste
Beck betonte, Krösche habe den Verein entscheidend geprägt und großen Anteil an der erfolgreichen sportlichen Entwicklung. Der Gewinn der Europa League, die Teilnahmen an der Champions League und die Weiterentwicklung der Mannschaft stünden beispielhaft für diese außergewöhnliche Zeit.
Eintracht Frankfurt sei ein Klub mit hohen Ansprüchen und großen Ambitionen. Diese Aufgabe erfordere von allen Verantwortlichen jederzeit volle Überzeugung und die notwendige Durchschlagskraft. Vor diesem Hintergrund habe der Aufsichtsrat den Wunsch nach sofortiger Freistellung respektiert, um die Frage vor der anstehenden Mitgliederversammlung zu klären und öffentlich zu kommunizieren.
Krösche: Zeit für Veränderung
Krösche selbst bezeichnete die vergangenen Jahre als "außergewöhnliche, intensive und unvergessliche Zeit". Nach über fünf erfolgreichen, aber auch fordernden Jahren habe er seit einiger Zeit das Gefühl entwickelt, eine Veränderung zu brauchen. Wenn man an diesen Punkt komme, gehe immer auch ein wenig der notwendigen Durchschlagskraft für eine solch anspruchsvolle Aufgabe abhanden.
Deshalb habe er Beck um die sofortige Freistellung gebeten. Er wolle diese Klarheit vor der Mitgliederversammlung, weil es ihm wichtig sei, sich dort persönlich zu verabschieden.