Der frühere Bundesverfassungsrichter Udo Di Fabio steht für das Amt des Bundespräsidenten zur Verfügung. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge wird er in CDU-Kreisen als möglicher Nachfolger von Frank-Walter Steinmeier gehandelt.
Bereitschaft und politische Einordnung
Der 72-jährige Jurist aus Duisburg mit italienischen Wurzeln war von 1999 bis 2011 auf Vorschlag der CDU Richter am Bundesverfassungsgericht. Heute lehrt er als Seniorprofessor Öffentliches Recht an der Universität Bonn.
Gegenüber der FAZ betonte Di Fabio: "Wenn diese Republik zu einem Amt ruft, sagt man als Verfassungsrechtler, als Staatsrechtler nicht Nein". Zugleich verwies er darauf, dass sich die Politik in der Frage vermutlich "anders sortieren" werde.
SPD-Position und Wahltermin
Eine Zustimmung der SPD gilt als fraglich, da sie sich für eine Frau im Amt einsetzt. Bislang hat sich Di Fabio zu den Gerüchten nicht öffentlich geäußert.
Die Bundesversammlung findet am 30. Januar 2027 statt. Dann soll im Deutschen Bundestag der neue Bundespräsident oder die neue Bundespräsidentin gewählt werden. Steinmeiers zweite Amtszeit endet am 18. März 2027.