Yasmin Fahimi, Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, kritisiert die geplante Abschaffung der Blockaltersteilzeit und erleichterte Befristungen von Arbeitsverträgen. Beide Vorhaben würden junge Arbeitnehmer besonders belasten, so ihre Einschätzung.
Blockaltersteilzeit als sozialverträgliches Instrument
"völlig unnötig und gerade in dieser Zeit unangemessen", erklärte Fahimi. Für Gewerkschaften und Arbeitgeber sei die Blockaltersteilzeit ein Instrument des sozialverträglichen Beschäftigungsabbaus. Die Alternative sei das Verhandeln eines Sozialplans. "Und dann gehen zuerst die, die als Letztes in den Betrieb gekommen sind – das sind in der Regel die Jüngeren".
Auch die Absicht, sachgrundlose Befristungen zu erleichtern, sieht Fahimi kritisch. "Vier Jahre ohne Angabe von Gründen befristen zu können, heißt nichts anderes als vier Jahre Probezeit." Junge Beschäftigte hätten dann schlechtere Chancen auf einen Mietvertrag oder einen Kredit für Wohneigentum, sagte die DGB-Chefin.
In Kombination "ist das eine Prekarisierung junger Beschäftigter in diesem Land", sagte Fahimi den Partnerzeitungen der "Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft". "Das ist inakzeptabel."