Eine aktuelle Forsa-Umfrage zeigt: Die Zufriedenheit der Deutschen mit ihrer Lebenssituation ist seit 2022 gesunken. Während junge Erwachsene noch vergleichsweise optimistisch sind, überwiegen bei älteren Jahrgängen die Sorgen. Deutliche Unterschiede gibt es auch beim Einkommen.
Zufriedenheit geht zurück
Laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa sind derzeit 71 Prozent der Deutschen mit ihrer persönlichen Lebenssituation zufrieden oder sehr zufrieden. Im April 2022 lag dieser Wert noch bei 78 Prozent. Gleichzeitig stieg der Anteil der Unzufriedenen von 21 auf 28 Prozent. Die Erhebung wurde vom 21. bis 26. Oktober 2024 mit 1.009 Teilnehmern durchgeführt.
Besonders junge Erwachsene zwischen 18 und 29 Jahren bewerten ihre Situation mit 85 Prozent positiver als andere Altersgruppen. Bei den 30- bis 44-Jährigen sowie den 45- bis 59-Jährigen liegt die Zufriedenheit bei 70 bzw. 69 Prozent. Ähnlich hoch ist der Wert mit 69 Prozent bei den Über-60-Jährigen.
Einkommen prägt das Bild
Deutliche Unterschiede zeigen sich beim Haushaltsnettoeinkommen: 83 Prozent der Befragten mit mindestens 4.000 Euro monatlich sind zufrieden oder sehr zufrieden. Bei einem Einkommen zwischen 2.500 und 4.000 Euro sind es 79 Prozent. Dagegen bewerten nur 56 Prozent der Menschen mit weniger als 2.500 Euro ihre Situation positiv.
Trotz der insgesamt hohen Lebenszufriedenheit überwiegt bei vielen Deutschen die Skepsis gegenüber der Zukunft. 56 Prozent blicken sorgenvoll auf ihre persönliche Perspektive, während 43 Prozent zuversichtlich sind. Im Mai 2024 lag das Verhältnis noch bei 51 zu 47 Prozent.
Junge optimistischer als Ältere
Die Altersgruppen unterscheiden sich auch in ihrer Zukunftserwartung: Fast zwei Drittel der 18- bis 29-Jährigen (65 Prozent) sind zuversichtlich. Bei den 30- bis 44-Jährigen sinkt dieser Anteil auf 49 Prozent. Dagegen blicken 63 Prozent der 45- bis 59-Jährigen pessimistisch in die Zukunft, nur 35 Prozent sind optimistisch. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Über-60-Jährigen mit 63 Prozent Sorgenvollen und 36 Prozent Zuversichtlichen.