Seit 2019 sind an deutschen Flughäfen jährlich 300.000 Flüge weniger gestartet oder gelandet – ein Rückgang um 18 Prozent. Gleichzeitig sanken die angebotenen Sitzplätze um 35 Millionen, wie eine Analyse des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft zeigt.
473 Verbindungen dauerhaft gestrichen
Laut BDL wurden 473 Flugverbindungen, die 2019 noch regelmäßig bedient wurden, dauerhaft aus den Flugplänen entfernt. Im selben Zeitraum kamen nur 349 neue Ziele hinzu, die vor allem touristisch geprägt sind.
BDL-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang betonte: „Deutschlands Regionen verlieren massiv an Konnektivität. Vor allem die Anbindung an die Wirtschaftsmetropolen Europas hat sich in den vergangenen Jahren wesentlich verschlechtert“. Für neues Wachstum brauche es eine Halbierung der Steuern und Gebühren auf den Luftverkehr ab Deutschland.
Wirtschaft warnt vor Standortnachteilen
Auch Wirtschaftsvertreter sehen Handlungsbedarf. Gregor Berghausen, Hauptgeschäftsführer der IHK Düsseldorf und Leiter des Arbeitskreises der Industrie- und Handelskammern mit Verkehrsflughafen, erklärte: „Viele Unternehmen berichten von wirtschaftlichen Belastungen aufgrund einer schlechter gewordenen Anbindung an den internationalen Luftverkehr. Das wird für viele Regionen zunehmend zum Standort-Hindernis“.
Die Bundesregierung müsse die Steuer- und Gebührenbelastung deutlich reduzieren, um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Flughäfen und der von ihnen abhängigen Wirtschaftsregionen zu sichern.