Der Dax hat am Donnerstag leicht zugelegt und schloss bei 26.140 Punkten. Gas- und Ölpreise stiegen deutlich, während der Euro an Wert verlor.
Dax mit leichtem Plus, Analysten sehen Nachholpotenzial
Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 26.140 Punkten berechnet, ein Plus von 0,1 Prozent im Vergleich zum Vortag. Im Tagesverlauf schwankte der Dax überwiegend im Plus.
"Sowohl inländische als auch vermehrt ausländische Investoren billigen dem deutschen Aktienmarkt sehr viel Nachholpotenzial zu, steigen ein und halten den Dax damit über der Marke von 26.000 Punkten", sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. „Zum einen trägt immer noch die Hoffnung auf eine zur Abwechslung vielleicht auch mal tragfähige Lösung des USA-Iran-Konflikts, aber zum anderen auch die in diesen Tagen zuhauf veröffentlichten Unternehmensbilanzen.“
Auch wenn sich die Berichtssaison als sehr heterogen präsentiere, überwögen die positiven Grundtöne und steigerten die Kauflaune der Anleger, so Lipkow. "Insgesamt aber verlief der Handel in Frankfurt heute in eher ruhigen Kursbahnen und der Verkaufsdruck aus dem Juli scheint vollständig verschwunden."
Indexschwergewichte im Fokus
Vor allem Siemens und Deutsche Telekom standen im Mittelpunkt. „Bei der Deutschen Telekom überwogen die positiven Impulse in Form des geplanten Aktienrückkaufprogramms“, erklärte Lipkow. „Und die Siemens-Aktie hatte bereits im Vorfeld der Quartalszahlen sehr viel vom jüngst aufgekommenen Konjunkturoptimismus eingepreist und litt deshalb heute unter ausgedehnten Gewinnmitnahmen. Die Rekordzahl an Aufträgen beeindruckte die Investoren nur wenig.“
Bis kurz vor Handelsschluss führten die Papiere von Deutscher Telekom und Henkel die Kursliste in Frankfurt an. Schlusslicht waren die Aktien von Siemens, Rheinmetall und Scout 24.
Der Gaspreis stieg: Eine Megawattstunde zur Lieferung im September kostete 56 Euro, sechs Prozent mehr als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund 10 bis 13 Cent pro Kilowattstunde inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.
Der Ölpreis der Nordsee-Sorte Brent stieg stark auf 81,35 US-Dollar pro Fass, 2,4 Prozent mehr als am vorherigen Handelstag. Die europäische Gemeinschaftswährung war schwächer: Ein Euro kostete 1,1522 US-Dollar, ein Dollar war für 0,8679 Euro zu haben.