Der Dax hat am Donnerstagmorgen mit leichten Minuszeichen in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr lag der Leitindex bei rund 25.245 Punkten, 0,2 Prozent unter dem Vortagesschluss. Gleichzeitig nähren Sorgen vor einer Korrektur bei KI-Aktien die Unsicherheit.
Kursverluste und Marktstimmung
An der Spitze der Kursliste standen die Deutsche Telekom, die Münchener Rück und FMC. Am unteren Ende fanden sich Infineon, Siemens Energy und Hochtief. „Wir sehen am Aktienmarkt gerade die zweite Welle der KI-Sorgen“. Thomas Altmann von QC Partners sagte. Erneut hinterfragten Anleger den Kursanstieg von Chip-Aktien.
"Das sind keine klassischen Gewinnmitnahmen. Das ist eine echte Sorge vor einer massiven Korrektur." "Die hohen Zinsen, die die Finanzierungskosten erhöhen, erhöhen die Sorgen zusätzlich." Bei klassischen Gewinnmitnahmen wäre das Verkaufstempo deutlich geringer. Die hohen Kurse und Bewertungen würden zunehmend kritisch gesehen.
Dax profitiert von geringem Tech-Anteil
"Der Dax profitiert in dieser Phase einmal mehr vom niedrigen Tech-Gewicht", so Altmann. "Verkaufswellen, die aus KI-Sorgen heraus beginnen, hinterlassen beim Dax deutlich geringere Spuren." Gleichzeitig gebe es wieder größere Käufe in Anleihen. Mit den zunehmenden Turbulenzen am Aktienmarkt werde der sichere Hafen der Staatsanleihen von Anlegern neu entdeckt.
Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Donnerstagmorgen stärker: Ein Euro kostete 1,1217 US-Dollar, ein Dollar war für 0,8915 Euro zu haben. Der Ölpreis sank unterdessen. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent notierte gegen 9 Uhr deutscher Zeit bei 104,30 US-Dollar – ein Rückgang um 179 Cent oder 1,7 Prozent gegenüber dem Vortag.