Der deutsche Leitindex verlor am Mittwoch bis zum Mittag 1,4 Prozent. Steigende Energiepreise und Unsicherheiten im Nahen Osten belasten die Anlegerstimmung.
Energiekosten und geopolitische Spannungen
"Die Anleger in Frankfurt blicken mit großer Sorge auf die weiter steigenden Energiepreise", sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. „Insbesondere die Nordseesorte Brent hat das Stressniveau von 100 US-Dollar wieder überschritten. Mit Blick auf die anstehenden Notenbanksitzungen werden die Investoren nervös.“
Rekordvolumen an Terminbörsen erwartet
"Außerdem schiebt sich so langsam ein weiteres Megaevent in die Wahrnehmung der Börsianer. Am großen Verfallstermin an den Terminbörsen am Freitag kommender Woche wird allein in den USA mit einem Volumen im Optionsbereich von rund sechs Billionen US-Dollar gerechnet." Das entspricht etwa 35 Prozent aller ausstehenden Optionsgeschäfte und setzt die Rekordserie aus dem Juni fort. "istorisch betrachtet liegt das durchschnittliche Nominalvolumen im September im Bereich zwischen vier und fünf Billionen US-Dollar".
Die Investoren blieben an den Seitenlinien und überließen den Verkäufern das Feld. "Die erneute Eskalation im Nahen Osten und die damit verbundenen Unsicherheiten rund um die Straße von Hormus ergeben derzeit kein angenehmes Investitionsumfeld.“ Daher verwundere es nicht weiter, dass auch der DAX den Rückwärtsgang eingelegt habe und trotz der positiveren Konjunkturperspektiven für Deutschland keine Fans finde.
Devisen und Rohstoffe
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochmittag kaum verändert: Ein Euro kostete 1,1627 US-Dollar, ein Dollar war für 0,8601 Euro zu haben.
Der Ölpreis der Nordsee-Sorte Brent stieg unterdessen stark auf 100,60 US-Dollar pro Fass, ein Plus von 2,7 Prozent zum Vortagesschluss.