Die Verkehrsminister der Länder wollen auf ihrer Herbstkonferenz ein bundesweites, smartphonebasiertes Angebot für Gelegenheitsfahrer in Bussen und Bahnen einführen. Das Konzept soll Nordrhein-Westfalen ausarbeiten, das den Vorschlag gemeinsam mit Hamburg eingebracht hat.
In/Out-Tarif nach Vorbild des Deutschlandtickets
In einer Beschlussvorlage, über die die "Rheinische Post" in ihrer Dienstagausgabe berichtet, heißt es, es gehe um ein Angebot "für Gelegenheitsnutzende mit deutschlandweiter räumlicher Geltung analog zum Deutschlandticket". Gedacht ist an einen smartphonebasierten "In/Out-Tarif": Fahrgäste checken per Handy ein und wieder aus.
NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) bestätigte dies der Zeitung: „Wer nur gelegentlich Bus und Bahn fährt, muss genauso unkompliziert und zu fairen Konditionen unterwegs sein können wie die Vielfahrer mit dem Deutschlandticket.“ Sein Land habe mit „eezy.nrw“ bereits gezeigt, wie es funktionierte. „Der digitale Tarif wählt immer den günstigsten Preis pro Strecke aus. Außerdem ist der Monatsbetrag gedeckelt, sodass es nie teurer wird als mit einem Deutschlandticket“.
Weitere Themen der Konferenz
Auf der Tagesordnung der Verkehrsministerkonferenz stehen zudem die Reform der Trassenpreise und höhere Regionalisierungsmittel. Die Konferenz beginnt am Mittwoch im bayerischen Schwangau.