Zur Halbzeit der UN-Biodiversitätskonferenz COP17 in Eriwan fordert der BUND-Vorsitzende Olaf Bandt mehr Tempo bei der Umsetzung des Weltnaturabkommens. Umweltminister Carsten Schneider reist für die zweite Konferenzhälfte an.
Forderungen an die Bundesregierung
Bandt sagte der "Rheinischen Post": "Umweltminister Carsten Schneider (SPD) muss sich in Jerewan dafür einsetzen, dass die 17. UN-Biodiversitätskonferenz beschließt, bei der Umsetzung des Weltnaturabkommens deutlich einen Zahn zuzulegen." Um die Ziele zum Schutz und zur Wiederherstellung der biologischen Vielfalt bis 2030 noch zu erreichen, seien wirksame Vereinbarungen für eine zügige und bessere Umsetzung nötig, so der BUND-Vorsitzende.
Konkrete Maßnahmen und politische Rahmenbedingungen
Dazu gehöre der Abbau umweltschädlicher Subventionen, der Stopp naturschädigender Wirtschaftsweisen sowie die Einrichtung von 30 Prozent Schutzgebieten an Land und auf dem Meer. Eine intakte Natur sei für das Überleben unverzichtbar, betonte Bandt. Raubbau an der Natur dürfe sich nicht mehr lohnen.
An die Bundesregierung gerichtet forderte er, den politischen Rahmen so zu setzen, dass der Verbrauch von Energie, Ressourcen und Fläche auf ein für Natur und Klima "verträgliches Maß" gesenkt werde.
Aktuelle Entwicklungen auf der COP17
Umweltminister Schneider ist für die zweite Hälfte der Konferenz nach Eriwan gereist.