Flávio Bolsonaro, Sohn des ehemaligen brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro, hat Brasilien trotz eines gerichtlichen Ausreiseverbots verlassen. Laut Medienberichten soll er sich auf dem Weg in die USA befinden. Gegen den Senator laufen Ermittlungen wegen des Verdachts auf Korruption, Geldwäsche und Devisenschmuggel.
Flucht trotz Ausreiseverbot
Flávio Bolsonaro, Sohn des umstrittenen Ex-Präsidenten Jair Bolsonaro, hat Brasilien laut übereinstimmenden Medienberichten verlassen, obwohl ihm dies gerichtlich untersagt war. Er soll sich auf dem Weg in die USA befinden. Laut CNN teilte ein US-Beamter zunächst mit, Bolsonaro sei auf dem Weg nach Florida, erklärte jedoch später, sein genaues Reiseziel in den USA sei unklar.
Gegen Bolsonaro wird wegen des Verdachts auf Korruption, Geldwäsche und Devisenschmuggel ermittelt. Der Senator selbst weist alle Vorwürfe zurück. Spekulationen über seinen Aufenthaltsort hatten zugenommen, nachdem die argentinische Nachrichtenagentur Infobae berichtet hatte, er habe Brasilien möglicherweise über Argentinien verlassen. Die argentinische Regierung erklärte jedoch, sie habe "keine Aufzeichnungen über die Einreise von Flávio Bolsonaro".
Gerichtliche Anordnung ignoriert
Die brasilianische Bundespolizei hatte Bolsonaros Reisepässe für ungültig erklärt, nachdem er diese nicht abgegeben hatte, berichtet CNN Brasil. Richter Alexandre de Moraes vom Obersten Gerichtshof hatte ihn zuvor angewiesen, die Dokumente innerhalb von 24 Stunden zu hinterlegen. Bolsonaro erklärte später, die Polizei habe ihn persönlich über das Ausreiseverbot informiert.
Trotz dieser Maßnahmen verließ Bolsonaro das Land. In einem auf Instagram veröffentlichten Video hatte er noch bestritten, fliehen zu wollen. Laut CNN Brasil fahndet die Bundespolizei nun nach ihm.