Der bayerische Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) spricht sich erneut gegen ein bundesweites Ticket für Gelegenheitsfahrer aus. Er fürchtet um Kunden und die Finanzierung des Systems. Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) sieht den Vorschlag dagegen als spannende Idee.
Ablehnung aus finanziellen Gründen
Christian Bernreiter, bayerischer Verkehrsminister und Vorsitzender der Verkehrsministerkonferenz, sagte der "Rheinischen Post": "Es ist momentan nicht die Zeit, neue vergünstigte Tickets einzuführen".
Ein solches Angebot mit Oberdeckel des Deutschlandtickets würde nach seiner Einschätzung Kunden verprellen. "Dann würden viele Abonnenten aussteigen und sagen, ich bestelle es ab. Wir können dem System nicht weiter Geld entziehen".
Technische Lösungen und weitere Positionen
An der Technik werde gearbeitet, um einen barrierefreien Zugang zum öffentlichen Verkehr zu garantieren. "Eine Einführung des Deutschlandtickets light lehne ich ab".
Die meisten anderen Verkehrsminister sähen das genauso, und das wisse auch Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU).
Bilgers Einschätzung
Bilger hatte dem "Kölner Stadtanzeiger" gesagt, der Vorschlag eines bundesweit geltenden Tickets für gelegentliche Fahrten im öffentlichen Verkehr sei eine "spannende Idee". Man werde sich mit dem Thema aber weiter beschäftigen, so Bernreiter.