Angesichts von über einer Million offener Stellen und mehr als 100.000 unbesetzten Ausbildungsplätzen verlangt der Arbeitgeberpräsident mehr Tempo bei der Zusammenführung von Arbeitslosen und Unternehmen. Rainer Dulger, Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, kritisiert Passungsprobleme am Arbeitsmarkt.
Forderung nach weniger Bürokratie und mehr Eigenverantwortung
"Mehr als eine Million offene Arbeitsstellen und über 100.000 unbesetzte Ausbildungsplätze zeigen doch: Berufliche Möglichkeiten sind vorhanden", sagte der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Rainer Dulger, dem "Handelsblatt" (Donnerstagsausgabe).
Arbeitsagenturen sollen Passungsprobleme lösen
Jetzt müssten Arbeitsagenturen und Jobcenter alles daran setzen, die Passungsprobleme am Arbeitsmarkt zu verringern. "Aus offenen Stellen müssen besetzte Arbeitsplätze und aus Ausbildungs- und Arbeitssuchenden neue Kollegen werden".
Dafür müsse der Sozialstaat mehr auf Eigenverantwortung setzen. "Qualifizierung muss in konkrete Beschäftigung führen, Berufsorientierung jungen Menschen eine verlässliche Starthilfe geben und mehr Mobilität neue Chancen erschließen".