Protestaktion bei Dorsten: Autobahn gesperrt, Transport erreicht Ahaus
In der Nacht haben Atomkraftgegner die Autobahn A31 bei Dorsten blockiert, um gegen einen Castortransport zu protestieren. Wie der WDR und die Tagesschau berichten, seilten sich drei Aktivisten von einer Brücke ab und hielten ein Banner hoch. Zwei von ihnen hängten sich an die Außenseite der Brücke, während der Verkehr in Richtung Gronau zeitweise abgeleitet werden musste. Die Polizei nahm alle drei Personen in Gewahrsam, gegen sie wird ein Strafverfahren eingeleitet. Laut Aktionsbündnis, wie headtopics.com schreibt, sollte die Blockade die Castortransporte nach Ahaus verhindern. Der Transport erreichte das Zwischenlager schließlich um 02:47 Uhr, wie WDR und Tagesschau übereinstimmend melden.
Friedliche Proteste begleiten Castor-Transport
Neben der Blockade gab es friedliche Mahnwachen mit wenigen Teilnehmern in Ahaus und Jülich. Mit der nächtlichen Fuhre sind nun 23 Castoren von Jülich nach Ahaus gebracht worden. Die Transporte hatten zuvor mehrfach die Gerichte beschäftigt, da der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) versucht hatte, sie juristisch zu stoppen. Dies scheiterte jedoch, sodass die Transportserie Ende März dieses Jahres begann.
Castor-Behälter mit 300.000 Brennelementen unterwegs
Die 152 Castor-Behälter enthalten insgesamt rund 300.000 Brennelementkugeln aus dem ehemaligen Versuchsreaktor in Jülich. Geht es im bisherigen Tempo weiter, könnten die noch ausstehenden Transporte nach Einschätzung der Landesregierung bis August 2028 abgeschlossen sein. Während der WDR und die Tagesschau von einer zeitweisen Sperrung der A31 berichten, bestätigt headtopics.com, dass die Autobahn zwischen Schermbeck und Lembeck gesperrt war. Die Polizei bestätigte zudem, dass Demonstranten Plakate hochhielten.