Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) will die Energiewende kostengünstiger gestalten. Doch der Thinktank Agora Energiewende kommt zu einem anderen Ergebnis: Die geplante Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) würde demnach das Gegenteil bewirken, wie der “Spiegel” berichtet.
Mehrkosten im zweistelligen Milliardenbereich
Sollte der Bundestag die vom Bundeskabinett vorgelegte Neufassung beschließen, würden allein bis 2030 rund drei Milliarden Euro Mehrkosten auf dem EEG-Konto für den Bundeshaushalt anfallen. Danach würden sie sogar auf drei Milliarden Euro pro Jahr steigen.
Insgesamt könnten in den nächsten zehn Jahren Mehrkosten im zweistelligen Milliardenbereich zusammenkommen.
Gründe und Gegenposition
Laut Agora sind steigende Risiken beim Bau neuer Windkraft- und Solaranlagen sowie die geplante Abschaffung der Einspeisevergütung für Dach-Photovoltaikanlagen Gründe für die erwarteten Mehrkosten.
Im Bundeswirtschaftsministerium geht man dagegen davon aus, dass die EEG-Novelle keine Kostensteigerungen bringen wird.