7,4 Millionen Besucher, Unfälle und ein Fehlschuss beim Böllern
Mit einem Rekord von 7,4 Millionen Besuchern ist das Münchner Oktoberfest 2026 zu Ende gegangen. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, überstieg die Zahl der Gäste damit den bisherigen Spitzenwert von 7,2 Millionen aus dem Vorjahr. Auch beim Bierkonsum gab es ein Plus: 6,7 Millionen Mass wurden getrunken, zwei Prozent mehr als 2025. Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) bezeichnete die Wiesn als „Bilderbuch-Wiesn“ und lobte das neue Sicherheitskonzept, das trotz der hohen Besucherzahlen keine kritischen Überfüllungen zuließ. „Danke an alle, die das Oktoberfest möglich gemacht haben“, sagte Krause laut Stadtangaben. Wiesn-Chef Christian Scharpf (SPD) betonte, die Wiesn 2026 sei die meistbesuchte in ihrer Geschichte gewesen. Besonders beliebt war demnach wieder das klassische Hendl, das ein Plus von zwei bis drei Prozent verzeichnete. Von den 7,4 Millionen Besuchern besuchten 447.000 die Oidn Wiesn.
Schwerverletzter Mitarbeiter auf der Oidn Wiesn
Doch das Finale war nicht nur von Feierlaune geprägt. Wie die dpa und t-online berichten, kam es am letzten Tag zu mehreren Vorfällen. An der historischen Schiffsschaukel auf der Oidn Wiesn wurde ein 47-jähriger Mitarbeiter schwer verletzt. Rettungskräfte reanimierten ihn vor Ort, bevor er ins Krankenhaus gebracht wurde. Der Betrieb des Fahrgeschäfts wurde gestoppt, die Polizei sperrte den Bereich ab. Eine Gefahr für Fahrgäste habe zu keinem Zeitpunkt bestanden, hieß es. Die Kriminalpolizei ermittelt nun, wie es zu dem Unfall kommen konnte. Bereits am dritten Wiesntag war ein 52-jähriger Sicherheitsmitarbeiter eines Freefall-Towers tödlich verunglückt.
Fehlschuss beim Böllerschießen in München
Zudem gab es beim traditionellen Böllerschießen zum Abschluss einen Fehlschuss. Wie die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf den Kommandanten Werner Waschbichler berichtet, löste sich ein Schuss versehentlich nach vorne statt nach oben. Aufgrund der Sicherheitsabstände sei jedoch nichts passiert. Die Ursache wird vom Kreisverwaltungsreferat untersucht.
Gewaltvorfälle überschatteten Wiesn-Finale
Auch Gewaltvorfälle überschatteten den letzten Wiesntag. Im Augustinerzelt wurden drei Personen durch Reizgas leicht verletzt, nachdem ein Unbekannter einen pistolenähnlichen Gegenstand gezückt hatte. Die Polizei sucht nach dem Täter, der als etwa 25 Jahre alt, 1,65 bis 1,70 Meter groß und mit südasiatischem Aussehen beschrieben wird. Zudem kam es zu mehreren Festnahmen wegen staatsfeindlicher Äußerungen und Körperverletzungen, darunter ein Angriff mit einer Weinflasche vor dem Skylift.