# Zypern nach der Wahl: Rechte und neue Parteien gewinnen Datum: 26.05.2026 04:30 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/zypern-nach-der-wahl-rechte-und-neue-parteien-gewinnen-715919/ --- Die jüngste Parlamentswahl auf Zypern hat die politische Landschaft des Landes deutlich verändert. Besonders auffällig ist der Erfolg der rechtsextremen Partei Elam, die aus dem Umfeld der inzwischen verbotenen griechischen Neonazi-Partei 'Goldene Morgenröte' hervorgegangen ist. Elam erreichte 10,9 Prozent der Stimmen und erhöht ihre Mandate von vier auf acht, wie die Weltwoche berichtet. Die Partei setzte im Wahlkampf vor allem auf Themen wie Migration sowie den Konflikt mit der Türkei und den türkischen Zyprern auf der geteilten Mittelmeerinsel. Die linke Akel legte mit 23,9 Prozent der Stimmen um 1,4 Prozentpunkte zu und ist nun mit 15 Sitzen im Parlament vertreten. Die zentristische Diko, die als letzter Unterstützer von Präsident Nikos Christodoulidis im Parlament verblieb, verlor hingegen an Zustimmung und kommt nun auf 10 Prozent der Stimmen und acht Mandate. ## Neue Parteien scheitern an Wahlhürde Zwei kleinere Parteien aus dem Lager von Christodoulidis scheiterten sogar ganz am Einzug ins Parlament. Die neu gegründete Anti-Korruptionspartei Alma und die Partei 'Direkte Demokratie' des Youtubers und Europaabgeordneten Fidias Panagiotou schafften auf Anhieb den Sprung über die 3,6-Prozent-Hürde. Panagiotou hatte große Teile seines Wahlkampfs mit einer Clownsnase bestritten und fordert mehr direkte Bürgerbeteiligung mithilfe digitaler Technologien. Präsident Christodoulidis, der 2023 als parteiloser Kandidat gewählt worden ist, dürfte künftig auf wechselnde Bündnisse angewiesen sein. Das zyprische Parlament verfügt zwar nur über begrenzte Kompetenzen, weil das Land ein Präsidialsystem besitzt. ### Zersplitterung bremst politische Pläne Dennoch könnte die zunehmende Zersplitterung politische Entscheidungen erschweren, wie IT Boltwise berichtet. Die Wahl wird auch als Signal für die digitale Zukunft des Landes gesehen, da Fragen zu IT-Diensten und Compliance-Mechanismen stärker politisiert werden könnten. Die politische Unsicherheit wirft jedoch einen Schatten auf die wirtschaftliche Entwicklung Zyperns, das aufgrund seiner Nähe zu Konfliktregionen im Nahen Osten an geostrategischer Bedeutung gewonnen hat. Christodoulidis bedauerte das Scheitern seiner Verbündeten und erklärte, er respektiere das Wahlergebnis und werde sich um eine Zusammenarbeit mit dem Parlament bemühen. Die zunehmende Zersplitterung der politischen Landschaft könnte jedoch die Umsetzung seiner Pläne erschweren, insbesondere im Hinblick auf die Lösung der Zypernfrage. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück