# Zweiter Ebola-Patient in Deutschland behandelt Datum: 13.07.2026 15:16 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/zweiter-ebola-patient-in-deutschland-behandelt-731953/ --- US-Bürger mit Bundibugyo-Variante in Frankfurt isoliert Ein zweiter mit Ebola infizierter US-Bürger ist zur Behandlung nach Deutschland geflogen worden. Die Person landete in der Nacht auf dem Frankfurter Flughafen und wurde anschließend in die Universitätsklinik der Stadt gebracht, wie ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums der Deutschen Presse-Agentur (dpa) bestätigte. Die US-Gesundheitsbehörde CDC gab an, dass es sich um einen für eine humanitäre Organisation im Kongo arbeitenden US-Bürger handelt, der positiv auf die dort grassierende Bundibugyo-Variante des Virus getestet wurde. Die Unimedizin Frankfurt teilte mit, die Person weise Krankheitssymptome auf, der Zustand sei jedoch stabil. ## Zweite Ebola-Infektion in Deutschland binnen zwei Monaten Timo Wolf, Leiter der Sonderisolierstation, betonte, der Transport sei reibungslos verlaufen. Wie die Tagesschau berichtet, handelt es sich um die zweite Ebola-Infektion eines US-Bürgers in Deutschland innerhalb von zwei Monaten. Der erste Patient war am 20. Mai in der Berliner Charité behandelt worden, sein Zustand war zeitweise lebensbedrohlich, bevor er nach zwei Wochen entlassen wurde. ### Bundibugyo-Virus: Kein Impfstoff, keine Therapie In Frankreich war Ende Juni ebenfalls ein aus dem Kongo zurückgekehrter Arzt mit dem Bundibugyo-Virus infiziert worden, der nach negativen Tests und ohne Symptome entlassen wurde. Für die Bundibugyo-Variante gibt es laut Tagesschau bisher weder einen Impfstoff noch eine spezielle Therapie. Die Sonderisolierstationen in Deutschland sind vom regulären Klinikbetrieb getrennt, um jeden Kontakt zu anderen Patienten auszuschließen. Laut Bundesgesundheitsministerium besteht daher weder für die Bevölkerung noch für andere Patienten Gefahr. ### 50 Experten für einen Ebola-Patienten nötig In Deutschland gibt es sieben solche Stationen, die bei Bedarf aktiviert werden. Für die Versorgung eines einzigen Ebola-Patienten sind etwa 50 Fachleute nötig, wie die dpa unter Berufung auf Oberarzt Torsten Feldt vom Universitätsklinikum Düsseldorf berichtet. Die Arbeit in den Ganzkörper-Schutzanzügen ist anstrengend, weshalb die Teams im Schichtsystem arbeiten und maximal zwei bis drei Stunden am Stück in den Anzügen verbringen. Die Stationen sind mit Unterdruck und Hochleistungsfiltern ausgestattet, um ein Entweichen von Erregern zu verhindern. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück