# Zweifel an Aussagen von Umweltminister Backhaus zum Buckelwal-Tod Datum: 12.06.2026 15:29 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/zweifel-an-aussagen-von-umweltminister-backhaus-zum-buckelwal-tod-721986/ --- Interne Papiere des Umweltministeriums von Mecklenburg-Vorpommern wecken Zweifel an öffentlichen Aussagen von Umweltminister Till Backhaus (SPD) zum verendeten Buckelwal. Nach einem Bericht des „Spiegel“ geht aus einem Schriftwechsel hervor, dass zentrale Angaben des Ministers zum Zustand des Tieres nach dessen Aussetzung nicht eindeutig belegt seien. ## Zweifel an Darstellung des Ministeriums Interne Unterlagen des Umweltministeriums in Schwerin legen laut „Spiegel“ nahe, dass Umweltminister Till Backhaus (SPD) auf einer Pressekonferenz an diesem Freitag einen unzutreffenden Eindruck über die Auswertung der Trackerdaten des in Dänemark verendeten Buckelwals vermittelt haben könnte. Dem Bericht zufolge erweckte Backhaus den Eindruck, Experten des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) hätten den Tracker des Meeressäugers selbst „ausgelesen“. Regierungskreisen in Schwerin zufolge habe die private Rettungsinitiative dem Ministerium jedoch nur einen Link mit Bewegungsdaten des Buckelwals übermittelt, berichtet der „Spiegel“. Diese Daten seien nach Einschätzung von Experten nur ein Bruchteil dessen, was das Gerät vom Typ Splash10-F aufzeichnen und senden könne. Gesichert sei demnach lediglich, dass der Wal, nachdem er ausgesetzt worden war, „Luftlinie anhand der Ortungspunkte 215 Kilometer“ zurückgelegt habe, „wie es in einem Schriftwechsel zwischen dem Ministerium und dem LUNG laut `Spiegel` heißt“, zitiert das Nachrichtenmagazin. ### Unklare Lebensdauer nach Aussetzung In dem Bericht heißt es weiter, Ministerialbeamte hätten beim Landesamt nachgefragt, woran man festmachen könne, dass der Wal nach seiner Aussetzung am 2. Mai bis zum 6. oder 7. Mai gelebt habe und ob er „nicht genauso gut gedriftet“ – also tot in der Strömung getrieben – sein könne. Das Landesamt antwortete laut „Spiegel“-Bericht, dass anhand der vorliegenden Daten dies „nicht eindeutig festgemacht werden“ könne. Analysen zu Schwimm- oder Driftgeschwindigkeiten müssten demnach für belastbare Interpretationen mit den noch nicht vorliegenden Informationen über Tauchtiefen und Temperatur verbunden werden. Backhaus habe jedoch vor der Presse gesagt, dass der Wal bis zum 6. oder 7. Mai gelebt habe, berichtet das Nachrichtenmagazin. Eine kurzfristige Anfrage dazu ließ das Ministerium bislang unbeantwortet, so der „Spiegel“. ### Experte sieht nur Hinweise auf kurze Aktivität Auch Burkard Baschek, Direktor des Deutschen Meeresmuseums Stralsund, der die übermittelten Trackerdaten ebenfalls sichten konnte, äußerte laut „Spiegel“ Zweifel an den Aussagen des Ministers. Von Tauchgängen an mehreren Tagen, die Backhaus auf der Pressekonferenz erwähnte, mochte er nicht sprechen. Baschek sagte dem Bericht zufolge, er habe in dem Datensatz nur „Hinweise auf Tauchgänge des Wals innerhalb der ersten vier Stunden“ nach dessen Freilassung gefunden. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück