# Zwei Tote bei Waffenkontrolle in Berngau: Ort unter Schock Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-10-09T12:46:39+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-10-09T12:46:39+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/zwei-tote-bei-waffenkontrolle-in-berngau-ort-unter-schock-764884/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Eskalation in der Oberpfalz: Routinekontrolle endet mit tödlichen Schüssen In der Oberpfalz hat eine Routinekontrolle eines Waffenbesitzers am Donnerstag dramatisch eskaliert. Zwei Mitarbeiter des Landratsamts Neumarkt wurden bei dem Vorfall in Berngau erschossen, wie der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) bestätigte. Der mutmaßliche Täter, ein 60-jähriger Jäger und Sportschütze, wurde noch am selben Abend von Spezialkräften festgenommen. Die genauen Umstände der Tat sind weiterhin unklar, wie Herrmann betonte. Der Mann sei polizeilich nicht in Erscheinung getreten und habe keine extremistischen Verbindungen gehabt. ## Regelmäßige Waffenkontrollen in Bayern Auch gebe es keine Hinweise auf besondere Vorfälle in seiner Vergangenheit, die auf eine solche Eskalation hindeuteten. Die beiden Getöteten, ein 45-jähriger Mann und eine 54-jährige Frau, waren für die Überprüfung der Waffenaufbewahrung zuständig. Solche Kontrollen finden in Bayern regelmäßig statt, etwa alle drei Jahre, und sind verdachtsunabhängig, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. Die rechtliche Grundlage dafür bildet Paragraf 36 Absatz 3 des Waffengesetzes. ### Dorf unter Schock nach brutaler Tat Die Gemeinde Berngau steht unter Schock. Bürgermeister Thomas Meier beschrieb die Stimmung als „fatal“ und betonte die tiefe Betroffenheit der Einwohner, wie der Merkur berichtet. Viele Anwohner zeigten sich fassungslos und sprachen von einem „friedlichen Dorf“, in dem eine solche Tat unvorstellbar sei. Ein Anwohner schilderte die Stunden des Polizeieinsatzes als von großer Unsicherheit geprägt. ### Täter isoliert und Tat gestanden Der mutmaßliche Täter soll im Ort kaum integriert gewesen sein und sich zurückgezogen haben, wie sowohl der Merkur als auch die Süddeutsche Zeitung übereinstimmend berichten. Die Polizei hatte den Tatort weiträumig abgesperrt, etwa 150 Einsatzkräfte waren im Einsatz. Hubschrauber, Drohnen und ein gepanzertes Fahrzeug kamen zum Einsatz, während die Bevölkerung aufgefordert wurde, in ihren Häusern zu bleiben. Der mutmaßliche Täter soll sich während des Einsatzes telefonisch bei der Polizei gemeldet und die Tat gestanden haben, bevor er durch einen gezielten Schuss ins Bein überwältigt wurde. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück