# Zupke fordert dauerhafte Hilfe für DDR-Zwangsdoping-Opfer Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-08-13T01:22:04+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-08-13T01:22:09+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/zupke-fordert-dauerhafte-hilfe-fuer-ddr-zwangsdoping-opfer-742739/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Die SED-Opferbeauftragte des Bundestags, Evelyn Zupke, verlangt eine dauerhafte finanzielle Unterstützung für Menschen, die als Minderjährige in der DDR für den Leistungssport missbraucht wurden. Anlässlich des 65. Jahrestags des Mauerbaus betonte sie die Notwendigkeit, das erlittene Unrecht aufzuarbeiten. ## Forderungen für weitere Opfergruppen Zupke sagte der "Rheinischen Post": "Dabei geht es um Menschen, die als Minderjährige vom Staat für den Leistungssport missbraucht wurden und bis heute unter schweren gesundheitlichen Folgen leiden. Aus meiner Sicht braucht es für sie endlich eine klare gesetzliche Regelung und eine dauerhafte monatliche Unterstützung". Sie mahnte: "Es wäre gut, wenn dazu noch dieses Jahr ein Gesetzentwurf vorgelegt würde." Zudem forderte Zupke mehr Beachtung für Gruppen, "die bislang nur wenig Aufmerksamkeit erhalten und die mehr Unterstützung bekommen sollten". Zu ihnen zählt sie Menschen, die in der DDR über den sogenannten Asozialen-Paragrafen verfolgt wurden, oder Frauen und Mädchen, die unter dem Vorwand gynäkologischer Behandlungen weggesperrt und misshandelt wurden. Es müsse darum gehen, das erlittene Unrecht genauer aufzuarbeiten und zu klären, wie betroffenen Menschen heute besser geholfen werden kann. ### Appell an Unternehmen Neben dem Gesetzgeber sieht Zupke auch Unternehmen in der Pflicht, die von der Zwangsarbeit politischer Gefangener in der DDR profitierten. "Manche erzählen von gesundheitsgefährdenden Tätigkeiten unter unmenschlichen Bedingungen", sagte sie mit Blick auf die Opfer. "Ich finde deshalb, dass sich gerade große Konzerne diesem Teil ihrer Geschichte stellen sollten. Sie könnten dazu beitragen, dass dieses Unrecht nicht in Vergessenheit gerät". Derzeit stehe sie mit dem Unternehmen Otto im Gespräch. "Das Kapitel ist noch nicht abgeschlossen". --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück