# Zorn fordert VW-Strategie statt Personalabbau Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-10-30T00:32:16+01:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-10-30T00:32:20+01:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/zorn-fordert-vw-strategie-statt-personalabbau-772331/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- SPD-Fraktionsvize Armand Zorn lehnt weitere Einsparungen bei Volkswagen-Beschäftigten ab. Stattdessen verlangt er eine strategische Neuausrichtung des Konzerns. Das Management trage die Verantwortung für die aktuelle Krise, so Zorn in einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. ## Kritik an VW-Führung und Managementfehlern Armand Zorn, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, hat die Führung von Volkswagen scharf kritisiert. "Die Antwort auf die Krise kann nicht sein, immer neue Einsparungen von den Beschäftigten zu verlangen", erklärte er gegenüber den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Die Verluste des Konzerns dürften nicht auf dem Rücken der Arbeitnehmer ausgetragen werden. Zorn forderte stattdessen eine grundlegende strategische Wende. "sind bessere Produkte, mehr Innovation und eine klare Strategie für die Zukunft. Dafür trägt der Vorstand die Verantwortung". Die Verantwortung dafür liege beim Vorstand, betonte der SPD-Politiker. ### Technologische Versäumnisse und interne Konflikte Die Probleme von Volkswagen seien nicht allein auf die allgemeine Krise der Automobilbranche zurückzuführen. "Auch das Management trägt dafür erhebliche Verantwortung", so Zorn. Der Konzern habe technologische Entwicklungen "verschlafen" und "wichtige Modelle kamen zu spät auf den Markt". Zudem kritisierte Zorn "unnötige Konflikte mit den Belegschaften" sowie den "völlig unangemessene Auftritt des Audi-Chefs" bei einer Wahlkampfveranstaltung des damaligen US-Präsidenten Donald Trump. Solche Vorfälle belasteten das Verhältnis zwischen Führung und Belegschaft zusätzlich. ### Beschäftigte und Politik in der Pflicht Die Beschäftigten von Volkswagen hätten bereits erhebliche Zugeständnisse gemacht, etwa durch das im September vereinbarte Sanierungskonzept. Auch die Politik habe der Branche zuletzt entgegengekommen, unter anderem durch Anpassungen bei den Flottengrenzwerten. "Jetzt ist das Management am Zug", forderte Zorn. Das Management müsse nun konkrete Schritte einleiten, um die Zukunft des Konzerns zu sichern. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück