# Woidke fordert stärkeren Einsatz der SPD für Arbeitnehmer Datum: 10.04.2026 19:20 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/woidke-fordert-staerkeren-einsatz-der-spd-fuer-arbeitnehmer-701779/ --- Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat seine Partei dazu aufgerufen, sich stärker für die Interessen von Arbeitnehmern einzusetzen. In einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Samstagsausgabe) warnte er zugleich vor einem Vertrauensverlust in die Problemlösungskompetenz der demokratischen Parteien. Er kritisierte zudem das BSW für die aus seiner Sicht fehlende Bereitschaft zu konstruktiver Zusammenarbeit in der früheren gemeinsamen Koalition. ## SPD soll Einsatz für arbeitende Menschen verstärken Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) verlangte von seiner Partei, sich deutlicher an die Seite der Arbeitnehmer zu stellen. Sie müsse „wieder stärker wahrnehmbar sein im Einsatz für die Interessen der arbeitenden Menschen“, sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Samstagsausgabe). Zwar sei in den vergangenen Jahren viel getan worden, insbesondere im sozialen Bereich. „Aber offensichtlich war das nicht ausreichend, um hier weiter ein festes Fundament zu haben.“ ### Sorge um Vertrauensverlust in Parteien Woidke äußerte Sorge darüber, dass die Menschen das Vertrauen in die Problemlösungskompetenz der Parteien verlören. Früher sei zwischen demokratischen Parteien darum gestritten worden, wer die besseren Konzepte für die Zukunft habe. „Heute geht es um andere Fragen. Wir müssen zeigen, und zwar gemeinsam, dass wir die Lösungskompetenz haben, um Perspektiven für dieses Land zu schaffen.“ Damit meine er Brandenburg, aber genauso Deutschland. „Deswegen sehe ich meine Rolle nicht darin, der Bundesregierung die Schuld zu geben für alles, was bei uns nicht läuft. Wir müssen gemeinsam mit der Bundesregierung dafür sorgen, dass es besser läuft.“ ### Kritik am BSW und neues Bündnis mit der CDU Vor diesem Hintergrund kritisierte Woidke, dass das BSW in Brandenburg zu einer konstruktiven Zusammenarbeit in der gemeinsamen Koalition mit der SPD nicht mehr bereit gewesen sei. „Wer Kompromisse finden muss, um verantwortungsvoll zu handeln, kann nicht mehr populistisch agieren“, kritisierte der Ministerpräsident. Das Bündnis war im Januar zerbrochen; seit kurzem führt Woidke nun eine Koalition aus SPD und CDU an. Er finde es nach wie vor „schade“, dass das nötig geworden sei. Das Bündnis mit dem BSW „war ein Experiment, aber es hätte auch funktionieren können“. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück