# Wirtschaftsweise Grimm kritisiert tägliche Begrenzung von Spritpreiserhöhungen Datum: 12.03.2026 00:32 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/wirtschaftsweise-grimm-kritisiert-taegliche-begrenzung-von-spritpreiserhoehungen-690573/ --- Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm hat den Vorstoß, Preiserhöhungen an Tankstellen nur noch einmal täglich zu erlauben, scharf kritisiert. Das sogenannte österreichische Modell sei ihrer Ansicht nach wirkungslos und könne sogar zu stärkeren vorsorglichen Anhebungen führen. Zugleich warnte sie vor einer zu frühen Freigabe der nationalen Ölreserven, mahnte aber an, deren dämpfende Wirkung zu nutzen. ## Kritik am österreichischen Modell Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm, die auch im Aufsichtsrat von Siemens Energy sitzt, sieht in der Begrenzung von Preiserhöhungen an Tankstellen auf einmal täglich keinen sinnvollen Ansatz. "Das österreichische Modell, die Preiserhöhung nur einmal täglich zu erlauben, dürfte ins Leere laufen", sagte Grimm der "Rheinischen Post" (Donnerstagausgabe). Sie bezweifelt, dass mit dieser Regelung die gewünschte Entlastung für Verbraucherinnen und Verbraucher erreicht werden kann. Nach Einschätzung von Grimm könnte die Maßnahme sogar unerwünschte Nebenwirkungen haben. "Was soll das bringen? Im schlimmsten Fall erhöhen die Tankstellen vorsorglich noch stärker, um die Preissteigerungen, die durch die Raffinerien vorgenommen werden, auf jeden Fall weitergeben zu können." Aus ihrer Sicht besteht damit die Gefahr, dass die angestrebte Begrenzung von Preissprüngen an den Zapfsäulen ins Gegenteil verkehrt wird. ### Politische Motive im Vordergrund Grimm sieht den Vorstoß vor allem als politisch motiviert an. "Den Schritt hält sie für politisch motiviert. 'Die Menschen erwarten, dass man etwas tut – also tut man etwas. Die Maßnahme wird auch nicht schaden. Hauptsache, man macht keinen Tankrabatt'", sagte Grimm der "Rheinischen Post". Aus ihrer Sicht steht damit weniger die Wirksamkeit der Regulierung im Mittelpunkt als das Signal, auf die Preisentwicklung zu reagieren. ### Warnung vor verfrühter Freigabe von Ölreserven Mit Blick auf die nationalen Ölreserven mahnte Grimm zu Vorsicht. "Hinsichtlich der Freigabe der nationalen Ölreserven warnte sie vor einem verfrühten Vorgehen", berichtete die "Rheinische Post". Bei Entscheidungen über deren Einsatz müsse nach ihren Worten bedacht werden, dass die aktuelle Krise länger anhalten könne und die verfügbaren Bestände begrenzt seien. "Bei den Entscheidungen muss man berücksichtigen, dass die Krise durchaus länger andauern könnte und die Reserven begrenzt sind. Man sollte also nicht zu früh in die Vollen gehen", sagte Grimm der "Rheinischen Post". Zugleich betonte sie jedoch auch den Zweck dieser Vorräte: "Andererseits ist es natürlich sinnvoll, die Auswirkungen abzufedern. Denn dafür hat man ja die Reserven." ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück