Die Vorsitzende der Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer, drängt auf eine deutlich intensivere politische Debatte über den Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI). In der öffentlichen Diskussion spielten die dafür notwendigen Rahmenbedingungen wie Rechenzentren und Energieversorgung nach ihrer Einschätzung bislang kaum eine Rolle.
Forderung nach Schwerpunkt auf KI-Infrastruktur
Monika Schnitzer, Vorsitzende der Wirtschaftsweisen, mahnt einen stärkeren politischen Fokus auf Künstliche Intelligenz an. „Eine Diskussion, die wir überhaupt nicht führen, die wir sehr viel dringender führen müssten, ist: Wie gehen wir mit KI um und wie werden wir hier stark?“, sagte sie am Mittwoch der dts Nachrichtenagentur.
Dazu stellte Schnitzer mehrere konkrete Fragen: „Wo kommen die Rechenzentren her, mit denen wir eigene Anwendungen entwickeln können? Können wir vielleicht sogar auch eigene Modelle entwickeln? Wo kommt die Energie dafür her?“ Nach ihrer Einschätzung werde dies künftig erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung haben.
Wirtschaftliche Bedeutung von KI betont
Schnitzer sieht in der Frage, ob Deutschland bei KI-Technologien mithalten könne oder zurückfalle, einen entscheidenden Faktor für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit. Das sei etwas, was die Wirtschaft und das Wachstum in Zukunft sehr stark beeinflussen werde, ob man da mitspielen werde oder eben hinten dran bleibe.
In der aktuellen öffentlichen Debatte komme dieses Thema nach Ansicht der Vorsitzenden der Wirtschaftsweisen jedoch kaum vor. „Und das sei aber etwas, was in der ganzen öffentlichen Diskussion überhaupt keine Rolle spiele“, heißt es mit Blick auf den Umgang mit KI und die dazu notwendige Infrastruktur.
Kritik an Schwerpunkt der politischen Debatte
Schnitzer kritisiert insbesondere die Gewichtung der politischen Diskussion. „Es wird sehr viel über den Tankrabatt diskutiert, aber ganz wenig, eigentlich nie, über die Rechenzentren, die wir brauchen für KI-Entwicklungen, und das ist etwas, was ich mir von der Regierung eigentlich wirklich wünschen würde“, so Schnitzer gegenüber der dts Nachrichtenagentur.
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