Der Wettbewerb um Fachkräfte wird härter – und der Landkreis Osnabrück reagiert mit einem neuen Angebot: Mit dem Start des WWC Welcome & Work Center bündeln Wirtschaftsförderung und Arbeitsmarktakteure ihre Kräfte, um internationale Fachkräfte schneller in die Region zu holen und ihnen den Start zu erleichtern. Die neue zentrale Anlaufstelle soll Unternehmen unterstützen, Zuwanderung koordinieren und Integration einfacher machen.
Ein Ort für Unternehmen und internationale Talente
Hinter dem neuen WWC stehen die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Osnabrück (WIGOS) und die MaßArbeit. Beide Organisationen führen dort bestehende Angebote zusammen, die bislang getrennt organisiert waren – darunter Leistungen des Migrationszentrums und des Fachkräftebüros. Landrätin Anna Kebschull sieht darin einen wichtigen Schritt für die Zukunft der Region.
„Bewährte Angebote und Leistungen des Migrationszentrums der MaßArbeit und des WIGOS-Fachkräftebüros haben wir in einer zentralen Anlaufstelle, im WWC, gebündelt“, freut sich Landrätin Anna Kebschull. „So werden die Wege sowohl für Unternehmen als auch für Fachkräfte noch kürzer, Abläufe vereinfacht und der Integrationsprozess beschleunigt.“ Unterstützt wird der Aufbau regionaler Welcome Center auch vom Land Niedersachsen, das darin einen wichtigen Baustein zur Fachkräftesicherung sieht.
Integration und Wirtschaft enger verzahnen
Nach Angaben des Landkreises baut das neue Zentrum auf langjähriger Zusammenarbeit auf. Das Migrationszentrum der MaßArbeit, die Ausländerbehörde und die Wirtschaftsförderung arbeiten bereits seit Jahren eng zusammen. Dieses Modell sei mehrfach als beispielhaft hervorgehoben worden. „Wir möchten zeigen, dass der Landkreis Osnabrück eine attraktive Region für Menschen aus aller Welt ist, die beruflich bei uns Fuß fassen möchten. Sichtbare Anlaufstellen wie das WWC sind das Aushängeschild unserer Willkommenskultur.“ Mit dem neuen Angebot sollen wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen künftig noch stärker gemeinsam gedacht werden.
Unternehmen sollen schneller passende Mitarbeitende finden
Auch aus Sicht der Wirtschaft ist der Handlungsdruck groß. Viele Unternehmen im Landkreis spüren bereits heute den Mangel an Nachwuchs- und Fachkräften. Für WIGOS-Geschäftsführer Peter Vahrenkamp soll das WWC deshalb weit mehr sein als eine Beratungsstelle. „Daher ist unser Signal klar und deutlich: Unternehmen und Fachkräfte werden im Landkreis nicht allein gelassen – egal, ob ein Unternehmen mit einem Anliegen zum Rekrutierungsprozess zu uns ins WWC kommt, oder Fachkräfte, die sich über berufliche Perspektiven im Landkreis informieren möchten.“ Das Angebot richtet sich ausdrücklich nicht nur an Beschäftigte selbst, sondern auch an deren Familien – mit dem Ziel, dauerhaftes Ankommen und Integration zu fördern.
Nicht nur Arbeit, sondern Perspektive
Auch die MaßArbeit betont, dass erfolgreiche Integration mehr brauche als die Vermittlung in einen Job. „Die Kompetenzen der Zugewanderten sind von unschätzbarem Wert für die hiesige Wirtschaft. Das gilt vielfach auch für die Menschen, die wir im Migrationszentrum beim Einstieg in den Arbeitsmarkt beraten und begleiten.“ Gerade Sprachförderung, Qualifizierung und persönliche Begleitung seien häufig entscheidend, damit der Einstieg gelingt. „Das machen wir bei der MaßArbeit bereits lange, intesiv und gut, ebenso wie die Abstimmung mit der Wirtschaftsförderung und der Ausländerbehörde des Landkreises. Mit dem WWC und der gemeinsamen Servicestelle gehen wir das Thema Integration aus der Perspektive Wirtschaft & Arbeit noch besser an“, freut sich Lars Hellmers auf die gemeinsame Arbeit.
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