# Wildberger: Bürokratieabbau ohne Milei-Radikalismus, E-Ausweis für Jugendschutz Datum: 18.07.2026 01:14 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/wildberger-buerokratieabbau-ohne-milei-radikalismus-e-ausweis-fuer-jugendschutz-733624/ --- Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) hat sich gegen radikale Schritte beim Bürokratieabbau nach Vorbild des argentinischen Präsidenten Javier Milei ausgesprochen und setzt stattdessen auf einen gezielten Rückbau staatlicher Vorgaben. Zugleich bringt er die geplante elektronische Brieftasche EUDI Wallet als mögliches Instrument für den Altersnachweis in Sozialen Medien ins Gespräch und plädiert für technische Lösungen zum besseren Schutz von Kindern. ## Wildberger gegen „Kettensäge“ beim Bürokratieabbau Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) lehnt radikale Maßnahmen im Stil des argentinischen Präsidenten Javier Milei beim Bürokratieabbau ab. „Ich will die Bürokratie zurückbauen, um anschließend etwas aufzubauen. Und mit einer Kettensäge baut man nichts auf“, sagte der Minister der „Welt am Sonntag“. ### EUDI Wallet als Instrument zum Altersnachweis Zudem bringt Wildberger die geplante elektronische Brieftasche EUDI Wallet als Instrument zum Altersnachweis bei Sozialen Medien ins Spiel. Technisch sei eine Alterskontrolle umsetzbar, sagte er der „Welt am Sonntag“. Man müsse prüfen, ab welchem Alter ein digitaler Ausweis vorgesehen sei und ob gesetzliche Änderungen nötig seien. Die Altersverifikation dürfe das Nutzungserlebnis nicht unnötig erschweren. Bei der Altersverifikation über die Wallet werde nur übermittelt, ob jemand mindestens 18 Jahre alt sei, nicht das Geburtsdatum. Wildberger würde eine technische Lösung zum Schutz von Kindern in Sozialen Medien einem Verbot vorziehen. „Solange diese Schutzmechanismen aber fehlen, kann die Konsequenz sein, dass Kinder soziale Medien bis zu einem bestimmten Alter nicht nutzen dürfen“, sagte er der „Welt am Sonntag“. ### Zusammenarbeit mit Baden-Württemberg und Boris Palmer Der Minister begrüßt außerdem die Ernennung des Tübinger Oberbürgermeisters Boris Palmer zum Berater für Staatsmodernisierung im Land Baden-Württemberg. Er kenne Palmer aus seiner früheren Tätigkeit als Manager und wisse, wie engagiert dieser sei. „Wir brauchen grundsätzlich viele Menschen, die vorangehen“, sagte Wildberger der „Welt am Sonntag“. „Wir sind auch in einem guten Austausch mit Baden-Württemberg. Wenn Herr Palmer sich im Land so kraftvoll einbringt, wie er es in Tübingen tut, werden wir sehr gut zusammenarbeiten“, sagte Wildberger der „Welt am Sonntag“. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück