# Weniger Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen 2025 Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-08-24T08:42:04+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-08-24T08:42:08+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/weniger-unfaelle-mit-wassergefaehrdenden-stoffen-2025-746736/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- In Deutschland traten 2025 bei Unfällen rund 5,9 Millionen Liter wassergefährdende Stoffe unkontrolliert aus. Das sind 8,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Unfallzahl sank auf 1.461, den niedrigsten Stand seit 2010. ## Mehr als zwei Millionen Liter blieben in der Umwelt Rund 2,4 Millionen Liter (41,1 Prozent) der ausgetretenen Stoffe konnten nicht wiedergewonnen werden. Starke Schwankungen in der Zeitreihe sind nicht ungewöhnlich, da die Mengen von Art und Schwere der Unfälle abhängen. Seit 2017 hält ein Abwärtstrend bei den Unfallzahlen an. Wassergefährdende Stoffe werden nach ihrem Schadenspotenzial als "allgemein wassergefährdend" deklariert oder in eine von drei Wassergefährdungsklassen (WGK) eingeteilt. Der größte Anteil der dauerhaft in der Umwelt verbliebenen Schadstoffe entfiel mit 1,7 Millionen Litern (69,9 Prozent) auf "allgemein wassergefährdende" Stoffe, darunter 805.300 Liter Jauche, Gülle und Silagesickersaft sowie 882.200 Liter Gärsubstrate und Gärreste. ### Verteilung nach Gefährdungsklassen 76.800 Liter (3,2 Prozent) der in der Umwelt verbliebenen Schadstoffe gehörten zu den "schwach wassergefährdenden" Stoffen (WGK 1), darunter Ethanol oder Natronlauge. 198.900 Liter (8,2 Prozent) waren "deutlich wassergefährdende" Stoffe (WGK 2) wie Heizöl oder Dieselkraftstoff. Die gefährlichsten Stoffe sind die "stark wassergefährdenden" Stoffe (WGK 3), darunter Quecksilber oder Benzin. 43.500 Liter (1,8 Prozent) solcher Schadstoffe blieben 2025 in der Umwelt. Die restlichen 16,9 Prozent der Stoffmengen konnten nicht eingestuft werden. ### Ursachen und betroffene Gewässer Von den 1.461 Unfällen gingen 741 (50,7 Prozent) auf menschliches Fehlverhalten zurück. Es wird zwischen Unfällen beim Umgang und bei der Beförderung unterschieden. 477 Unfälle ereigneten sich beim Umgang, davon 214 durch fehlerhaftes Verhalten. Bei der Beförderung gab es 984 Unfälle, davon 741 mit menschlichem Fehlverhalten als Ursache. In 432 Fällen gelangten die Stoffe in ein Oberflächengewässer, in 370 Fällen war die Kanalisation betroffen. 46 Mal wurde das Grundwasser verunreinigt, in zwei Fällen die Wasserversorgung. Bei 708 Unfällen wurde 850 Mal mindestens ein Gewässer verunreinigt, darunter bei 135 Unfällen zwei oder mehr Gewässer. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück