# Weltweit wärmster August seit Aufzeichnungsbeginn Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-09-10T11:46:26+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-09-10T11:46:26+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/weltweit-waermster-august-seit-aufzeichnungsbeginn-753970/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Rekordtemperaturen an Land und in den Meeren – El Niño verstärkt Trend Der August 2026 hat weltweit einen neuen Hitzerekord aufgestellt. Wie der EU-Klimadienst Copernicus mitteilt, lag die globale Durchschnittstemperatur der bodennahen Luft bei 16,96 Grad Celsius und damit auf dem Niveau des bisherigen Rekordmonats Juli 2023. Damit überschritt die Temperatur erstmals seit November 2025 wieder die 1,5-Grad-Marke über dem vorindustriellen Niveau, wie nordisch.info und der Spiegel berichten. Die Abweichung betrug laut Spiegel sogar 1,65 Grad gegenüber dem Mittelwert von 1850 bis 1900. Experten führen die Rekordwerte auf die langfristige globale Erwärmung durch Treibhausgase sowie die aktuelle starke El-Niño-Phase im Pazifik zurück, die sich voraussichtlich weiter verstärken wird. Professor Erik Kjellström vom schwedischen SMHI betont, dass die Zunahme der Treibhausgase der Hauptgrund für die steigenden Temperaturen sei, während El Niño kurzfristig zusätzliche Wärme in das System bringe. Die Uno räumte kürzlich ein, dass das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Abkommens bald nicht mehr zu erreichen sein könnte, wie der Spiegel berichtet. ## Meere erreichen neue Rekordtemperaturen Nicht nur an Land, sondern auch in den Ozeanen wurden neue Höchstwerte gemessen. Die durchschnittliche Oberflächentemperatur der Meere außerhalb der Polarregionen stieg auf 21,07 Grad, wie Copernicus und die Zeit übereinstimmend melden. Damit wurde der bisherige Rekord für August aus dem Jahr 2023 (20,98 Grad) übertroffen. Besonders betroffen waren das westliche Mittelmeer und der Atlantik entlang der westeuropäischen Küste, wo Rekordwerte verzeichnet wurden. ### Westeuropa erlebt heißesten Sommer aller Zeiten In Westeuropa markierte der August das Ende eines Sommers, der von extremen Hitzewellen, Waldbränden und massiver Trockenheit geprägt war. Wie der Spiegel und nordisch.info berichten, war es für den gesamten europäischen Kontinent jedoch nur der drittwärmste Sommer der Geschichte, hinter 2024 und 2022. In Westeuropa wurde dagegen der heißeste Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen registriert. Die bereits im Mai begonnene Serie extremer Hitze setzte sich im August fort, begleitet von verbreiteter Trockenheit in Teilen West-, Mittel- und Osteuropas. Schwere Dürrebedingungen wurden unter anderem aus Frankreich, dem Vereinigten Königreich, Ungarn, Rumänien und Serbien gemeldet, wie der Spiegel und die Zeit übereinstimmend berichten. Die Wasserstände großer Flüsse wie Rhein, Donau, Südlicher Bug und Dnipro waren außergewöhnlich niedrig. ### Lokale Überschwemmungen trotz globaler Hitze Gleichzeitig gab es in anderen Regionen Europas überdurchschnittliche Niederschläge und lokale Überschwemmungen. So war es im Westen der Iberischen Halbinsel, im Süden Griechenlands, in der Südtürkei, auf Zypern sowie in Nordosteuropa feuchter als im Durchschnitt, wie Copernicus und die Zeit berichten. Im August selbst waren zudem der Alpenraum und die Osttürkei von starken Niederschlägen betroffen, die zu Überschwemmungen führten. ### El Niño treibt Temperaturen weiter hoch Klimaforscher prognostizieren eine Fortsetzung des besorgniserregenden Trends. Der anhaltende El Niño wird voraussichtlich dafür sorgen, dass die globalen Temperaturen bis weit in das nächste Jahr hinein auf einem sehr hohen Niveau bleiben, wie nordisch.info unter Berufung auf Professor Kjellström berichtet. Solange die weltweiten Emissionen nicht drastisch gesenkt werden, sei mit immer neuen Temperaturrekorden zu rechnen. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück