Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) fordert eine stärkere Verantwortung von Plattformbetreibern für den Jugendschutz im Internet. Plattformen sollten nach dem Verursacherprinzip stärker in die Pflicht genommen werden, statt die Hauptverantwortung bei Kindern und Eltern zu sehen, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.
Plattformen stärker in die Pflicht nehmen
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) will die Betreiber von Onlineplattformen stärker für den Schutz von Kindern und Jugendlichen im Netz in die Verantwortung nehmen. Das Verursacherprinzip solle hier angewandt werden, sagte Weimer den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.
Es sei richtig und wichtig, die Plattformen in die Pflicht zu nehmen für eine altersangepasste Ausgestaltung der Angebote und die Verantwortung nicht alleine auf Kinder und Eltern zu verlagern. Kommunikations- und Informationsfreiheit müsse auch für Kinder und Jugendliche gelten, sagte der Staatsminister für Kultur und Medien den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.
„We verbieten unseren Kindern nicht, auf Social Media zu sein, sondern wir verbieten den Plattformen, ungehindert in unsere Kinderzimmer zu kommen“, so Weimer gegenüber den Funke-Zeitungen.
Altersverifikation und Nachrichtenkompetenz
Weimer hob zudem die Relevanz einer funktionierenden Altersverifikation hervor. Diese müsse dann auch konsequent durchgesetzt werden von Bund, Ländern und Europäischer Kommission, sagte er den Funke-Zeitungen.
Eine geschützte Teilhabe sei der richtige Weg, den er als Medienstaatsminister auch mit einem Konzept zur Stärkung der Nachrichtenkompetenz unterstützen und flankieren werde. Die digitale Welt müsse sich an den Rechten, Bedürfnissen und Entwicklungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen ausrichten und nicht umgekehrt, sagte Weimer den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.
