# Wehrbeauftragter fordert von Pistorius Klarheit zu Litauen-Einsatz Datum: 24.06.2026 07:49 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/wehrbeauftragter-fordert-von-pistorius-klarheit-zu-litauen-einsatz-725264/ --- Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Henning Otte, fordert von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) rasche Entscheidungen zur möglichen Verpflichtung von Soldaten für die in Litauen stationierte Bundeswehr-Brigade. Angesichts der geplanten Einsatzbereitschaft der Panzerbrigade mit 4.800 Soldaten bis Ende 2027 mahnt Otte klare, verlässliche Rahmenbedingungen für die betroffenen Soldaten an. ## Wehrbeauftragter dringt auf Planungssicherheit Wehrbeauftragter Henning Otte verlangt von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) angesichts der in Aussicht gestellten Möglichkeit zur Verpflichtung von Soldaten der Bundeswehr für die Brigade in Litauen schnelle Klarheit. „Unsere Soldaten benötigen jetzt frühzeitig Klarheit darüber, wer künftig Dienst in Litauen leisten wird“, sagte Otte dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Otte knüpft die Entscheidung über verpflichtende Einsätze an konkrete Bedingungen. Deshalb müssten Entscheidungen über verpflichtende Verwendungen mit einem hohen Maß an Planbarkeit, Fürsorge und angemessener Vergütung einhergehen, so der Wehrbeauftragte weiter. Wer von den Soldaten diese besondere Einsatzbereitschaft erwarte, müsse zugleich verlässliche Rahmenbedingungen schaffen. ### Belastung für Personal und Truppenstruktur Nach Einschätzung Ottes ist die Stationierung der Brigade in Litauen für die Bundeswehr eine enorme Kraftanstrengung. Der Dienst in Litauen binde auch Personal sowie Ressourcen und wirke sich auf die Truppenstruktur in Deutschland aus. ### Pistorius stellt Einsatzfähigkeit bis 2027 in Aussicht Verteidigungsminister Boris Pistorius hatte am Montag während einer Litauen-Reise versichert, dass die deutsche Panzerbrigade in Litauen mit 4.800 Soldaten bis Ende 2027 voll einsatzfähig sein werde. Bei seinem Besuch der ersten Übung der Truppe in Pabrade nahe der Grenze zu Belarus unterstrich der Minister überdies, dass er Soldaten notfalls auch zum Einsatz dort verpflichten werde, falls sich in Spezialbereichen nicht genug Freiwillige melden. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück