# Was die Einsatzkräfte jetzt unternehmen, um die Häuser zu schützen Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-08-17T07:16:38+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-08-17T07:16:38+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/was-die-einsatzkraefte-jetzt-unternehmen-um-die-haeuser-zu-schuetzen-744199/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Feuer nähert sich deutscher Grenze – Teile von Monschau müssen geräumt werden. Ein großer Waldbrand im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn hält die Einsatzkräfte seit Tagen in Atem. Die Flammen haben bereits eine Fläche von rund 30 Quadratkilometern zerstört, wie der Tagesschau berichtet. Auf deutscher Seite wurde der Ort Monschau teilweise evakuiert, nachdem sich das Feuer der Grenze auf etwa 2,5 bis 3 Kilometer genähert hatte. Betroffen sind vor allem die Straßenzüge Ruitzhof und Geisberg im Stadtteil Kalterherberg, wie die Stadt Monschau mitteilte. Für die rund 30 betroffenen Bewohner wurde eine Notunterkunft in einer Schule eingerichtet. Die Behörden warnten vor Lebensgefahr und forderten die Anwohner auf, ihre Häuser innerhalb von zehn Minuten zu verlassen. Die Feuerwehr tränkte in den vergangenen Stunden Wiesen zwischen dem Feuer und den Häusern mit Wasser, um ein Übergreifen der Flammen zu verhindern. Bisher steht das Feuer etwa 300 Meter vor den evakuierten Gebäuden, wie die Feuerwehr am Montagmorgen mitteilte. ## EU-Mitglieder unterstützen Belgien im Kampf gegen Feuer Die belgischen Behörden haben internationale Hilfe angefordert, um den Brand einzudämmen. Neben Einsatzkräften aus Deutschland sind auch Löschhubschrauber aus den Niederlanden und Schweden im Einsatz, wie die EU-Kommissarin Hadja Lahbib auf X mitteilte. Die Brandbekämpfung gestaltet sich jedoch schwierig, da das betroffene Gebiet aus Heidelandschaft und Torfmoor besteht, in das Feuerwehrleute nur schwer vordringen können. Zudem erschweren unberechenbare Windrichtungen und schlechte Sicht die Löscharbeiten. Der örtliche Feuerwehrchef Luc Burette hatte am Sonntag gewarnt, dass das Feuer bei weiterem Vorrücken die deutsche Grenze erreichen könnte. ### Bundeswehr setzt Technik gegen Waldbrände ein Auch in anderen Regionen Deutschlands kämpfen Einsatzkräfte gegen Waldbrände. Im nordrhein-westfälischen Hürtgenwald ist der Großbrand unter Kontrolle, wie der Landrat Ralf Nolten (CDU) mitteilte. Die Bundeswehr hatte dort mit Bergepanzern und Hubschraubern unterstützt, um Schneisen zu schlagen und Löschwasser abzuwerfen. Insgesamt wurden rund 457.000 Liter Wasser in 150 Umläufen abgeworfen, wie die Bundeswehr auf ihrer Website berichtet. Im rheinland-pfälzischen Westerwald konnte eine Ausbreitung des Feuers in Richtung Wohnbebauung verhindert werden, wie der Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Björn Jestrimsky der dpa sagte. ### Rauch aus Belgien löst tausende Fehlalarme in Trier aus In der Region Trier war der Rauch des belgischen Waldbrands am Wochenende deutlich zu riechen, wie die Berufsfeuerwehr Trier mitteilte. Die Leitstelle verzeichnete am Samstag über 1.000 Anrufe verunsicherter Bürger, da viele Brandmeldeanlagen durch den Rauch ausgelöst worden waren. Die Feuerwehr riet dazu, Fenster und Türen geschlossen zu halten, betonte aber, dass keine akute Gefahr für die Bevölkerung bestehe. ### Brandursachen noch ungeklärt – Forderung nach härteren Die Ursache für die Waldbrände ist noch unklar. Während in Nordrhein-Westfalen Hinweise auf Brandstiftung im Hürtgenwald vorliegen, wie die NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen (CDU) erklärte, gibt es für den Brand im Hohen Venn noch keine gesicherten Erkenntnisse. SPD-Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese forderte unterdessen schärfere Strafen für vorsätzliche und fahrlässige Brandstiftung, wie die Rheinische Post berichtet. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück