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Startseite AktuellWarum die Möser Realschule in Osnabrück die Stolperstein-Patenschaft für Walter Sundermann übernimmt
AktuellKulturOsnabrück

Warum die Möser Realschule in Osnabrück die Stolperstein-Patenschaft für Walter Sundermann übernimmt

von Melissa Bremer 13. September 2024
von Melissa Bremer 13. September 2024
Stolperstein für Walter Sundermann. / Foto: Melissa Bremer
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Am 11. September wurde in der Heinrichstraße 25 im Osnabrücker Stadtteil Wüste ein weiterer Stolperstein zur Erinnerung der Opfer des Nationalsozialismus verlegt. Die Patenschaft für die Gedenkstätte von Walter Sundermann übernahm dabei die Möser Realschule am Westerberg, wo das Opfer selbst einmal zur Schule ging. Am Mittwochmorgen versammelten sich die Schülerinnen und Schüler, ihre Schulleiterin Hale Ünlü-Lachnitt sowie Vertreterinnen und Vertreter der Gedenkstätte Esterwegen und dem Verein Spurensuche-Osnabrück, um Sundermann zu ehren und gedenken.

Rechercheprojekt der Schule

Die Patenschaft der Schülerinnen und Schülern der Realschule für den Stolperstein von Walter Sundermann, der selbst einmal Schüler ihrer Schule war, war schon seit geraumer Zeit in Planung, berichtete Ünlü-Lachnitt. „Was mit einem Austausch zwischen dem Verein Spurensuche-Osnabrück und der Gedenkstätte Esterwegen begann, wurde zu einer spannenden Recherchearbeit der Schülerinnen und Schülern, die sich selbst auf Spurensuche machten und der Geschichte hinter Walter Sundermann auf den Grund gingen“, so die Schulleiterin. Im Zentrum standen dabei stets die Ziele, ein historisches Bewusstsein für die Verbrechen zur Zeit des Nationalsozialismus schaffen, die damit verbundene Erinnerungskultur aufrechtzuerhalten und das Demokratieverständnis der Schülerinnen und Schülern zu schärfen.

Unterstützt wurden diese in ihrem Vorhaben vor allem von der Gedenkstätte Esterwegen, die im Rahmen ihrer Ausstellung „Abgeurteilt“ bereits Forschungsarbeit zu der Biographie von Walter Sundermann geleistet hatte und den Jugendlichen somit bei ihrer eigenen Recherche für Fragen zur Seite stehen konnte. So erfuhren die Heranwachsenden im Rahmen ihre Recherchearbeit zum Beispiel, dass Sundermann Fahnenflucht begangen hatte und schließlich an den Haftbedingungen starb. Im Anschluss an die Projektarbeit stand zu Gedenken an das Opfer ein Besuch seines Grabes auf dem Heger Friedhof an.

Rührende Momente bei Stolperstein-Verlegung

Beim Stolperstein in der Heinrichstraße 25, dem ehemaligen Wohnort des Opfers, handelte es sich um die erste von insgesamt sechs für den 11. September geplanten Verlegungen. So bemüht sich die Stadt Osnabrück seit dem 12. August wieder vermehrt darum, mehr und mehr Stolpersteine in der Friedensstadt zu verlegen, was leider aufgrund von verschiedenen Komplikationen einige Jahre lang nicht möglich war – zum Beispiel aufgrund fehlender Infos zu den Opfern in den Archiven, was die Recherche erschwerte, sowie durch die Corona-Pandemie.

Gunter Demnig verlegt einen Stolperstein. / Foto: Maximilian Kahle

Gunter Demnig ist der Künstler hinter den Stolpersteinen, der sie schon seit vielen Jahren persönlich verlegt – wie auf unserem Archivbild bei einer Verlegung in Osnabrück im August 2024. / Foto: Maximilian Kahle

Umso bewegender war es, als sich am Mittwochmorgen die Verlegung ereignete, schilderte Ünlü-Lachnitt. So wurden auch die Schülerinnen und Schüler direkt in die Veranstaltung involviert, indem Eva und Noah in Anschluss an ihre Recherchearbeit zu Walter Sundermann seine Biografie während der Verlegung verlesen konnten. Nachdem der Stein in den Gehweg eingelassen wurde, folgte zudem eine Schweigeminute in Gedenken an das Opfer. Ein rührender Moment für die Schulleiterin: „Ich bin bewegt von dem, was wir gerade gesehen und gefühlt haben, was wir erlebt haben. Und ich hoffe und denke, dass es euch ähnlich geht“, sagte Ünlü-Lachnitt nach der Verlegung im Beisein des Kollegiums und der Schülerschaft.

Erinnerungskultur aufrechterhalten 

Vorbei war zu diesem Zeitpunkt das Programm für die Schülerinnen und Schüler noch nicht, da ihre Schule zu Ehren der Patenschaft im Anschluss an die Stolperstein-Verlegung eine Gedenkveranstaltung organisierte, wo gemeinsam mit der Gedenkstätte Esterwegen und dem Verein Spurensuche-Osnabrück dem NS-Opfer gedacht wurde. Auch hier kam der Einsatz der Jugendlichen nicht zu kurz: Es wurden weitere biografische Details über die Familie von Walter Sundermann vorgetragen, die Schülerinnen und Schüler beteiligten sich an der musikalischen Untermalung und sangen gemeinsam mit ihren Lehrkräften das Lied „Die Moorsoldaten“, das in den ersten Konzentrationslagern komponiert und gesungen und später zum Zeichen des Widerstands wurde.

„Er war einer von euch, ihr habt seine Geschichte wiedergegeben“

Sebastian Weitkamp, Co-Leiter der Gedenkstätte Esterwegen, wiederum betonte, warum es so bedeutsam ist, sich auch heute noch an die Verbrechen des Nationalsozialismus und dessen Opfer zu erinnern: „Walter Sundermann war das Opfer eines verbrecherischen Regimes, eines verbrecherischen Staates, eines Staates, der Menschen ungleich behandelt hat, der Menschen ausgeschlossen hat, der Menschen rassistisch verfolgt und ermordet hat – und das Leid dieser Menschen zieht sich durch die Generationen bis heute“, sagte er vor versammelter Schülerschaft.

„Aber Walter Sundermann war auch einer von uns. Er war auch einer von euch, er war ein Schüler der Möser Realschule in Osnabrück in einer anderen Zeit. Mit Walter Sundermann können wir an einen Menschen vor Ort erinnern. Der Nationalsozialismus hat nicht nur in Berlin oder Hamburg stattgefunden – nein, er war eben auch in Osnabrück und das nicht weniger grausam oder weniger tödlich. Das ist keine neue Erkenntnis, aber diese regionalen Bezüge schaffen noch eine tiefere Auseinandersetzung mit den Biografien solcher Menschen. Die Verfolgten und Ermordeten waren auch unsere Opfer“, erklärte Weitkamp. Jegliche Auseinandersetzung mit dem Thema sei also signifikant und führe uns weiter, so Weitkamp. So könnte der akribische Einsatz der Schülerinnen und Schüler sogar dazu geführt haben, dass in Zukunft Fotos von Walter Sundermann veröffentlicht werden können. „Das ist euer Verdienst. Er war einer von euch, ihr habt seine Geschichte wiedergegeben“, sagte Weitkamp.

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Melissa Bremer

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