# Waldbrand in der Eifel: 2.000 Menschen aus Gey evakuiert Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-08-14T12:16:30+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-08-14T12:16:30+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/waldbrand-in-der-eifel-2-000-menschen-aus-gey-evakuiert-743434/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Feuer in Hürtgenwald nähert sich Ort – Einsatzkräfte kämpfen gegen Flammen In der Eifel breitet sich seit Donnerstag ein großer Waldbrand im Kreis Düren aus. Der Ortsteil Gey der Gemeinde Hürtgenwald wurde vorsorglich evakuiert, wie die Tagesschau berichtet. Betroffen sind etwa 2.000 Menschen, die in Notunterkünften untergebracht wurden. Die Evakuierung sei abgeschlossen, teilte eine Sprecherin des Kreises Düren mit. Zunächst war eine Grundschule als Anlaufstelle genutzt worden, doch wegen starker Aschebelastung in der Luft musste die Unterkunft in eine Förderschule verlegt werden. Auch ein Pflegeheim wurde geräumt, wie der WDR meldet. ## Brand erreicht Ort bis auf zehn Meter Die Flammen haben sich bereits auf rund 300 Hektar ausgebreitet, wobei die Angaben zur betroffenen Fläche variieren. Während die Tagesschau von 300 Hektar spricht, nennt die Welt eine Fläche von etwa 25 Hektar. Beide Quellen bestätigen jedoch, dass das Feuer außer Kontrolle ist und sich bis auf 200 bis 300 Meter an den Ort herangearbeitet hat. Nach Angaben der Welt war der Abstand am späten Vormittag sogar nur noch zehn Meter. Die Ursache des Brandes ist noch unklar, doch die Behörden gehen von einer Großschadenslage aus. ### Bundeswehr und Helfer im Großkampf gegen Feuer Rund 300 Feuerwehrkräfte, die Bundeswehr sowie Hilfsorganisationen wie das THW, das DRK und die Malteser sind im Einsatz. Unterstützung kommt auch von Landwirten, die mit Traktoren und Wasserfässern helfen. Zudem wurden fünf Hubschrauber aus mehreren Bundesländern angefordert, darunter zwei NH-90-Maschinen der Bundeswehr mit Bambi-Buckets, die jeweils 2.000 Liter Löschwasser transportieren können. Zwei Panzer der Bundeswehr räumen Wege im Brandgebiet frei, um den Einsatzkräften den Zugang zu ermöglichen. Die Löscharbeiten werden durch Weltkriegsmunition im Boden erschwert, wie sowohl der WDR als auch die Welt berichten. ### Extreme Warnstufe – Autobahn gesperrt Die Warn-App Nina meldete die höchste Warnstufe „Extreme Gefahr“. Die Behörden warnten die Bevölkerung, die betroffenen Bereiche zu meiden. Zudem wurden die Ausfahrten Düren und Langerwehe der Autobahn 4 gesperrt, um Rettungszufahrten freizuhalten. In mehreren Stadtteilen Dürens wurde wegen Rauchniederschlags die Aufforderung erlassen, geschlossene Räume aufzusuchen. ### NRW kämpft gegen flächendeckende Waldbrände In ganz Nordrhein-Westfalen kämpft die Feuerwehr seit Tagen gegen mehrere Waldbrände. Neben Hürtgenwald gab es Brände im Sauerland, am Möhnesee, in Marsberg, Arnsberg, Aachen und im Oberbergischen. Im Sauerland bei Sundern konnte die Feuerwehr vorsichtige Entwarnung geben, während in Lindlar noch Glutnester schwelen. Die Waldbrandgefahr in NRW ist laut Deutschem Wetterdienst (DWD) weiterhin hoch, doch für das Wochenende werden Schauer und Gewitter erwartet, die die Lage entspannen könnten. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück