# Wahlniederlage Orbans: Rückschlag für Rechtspopulisten in Europa Datum: 13.04.2026 14:39 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/wahlniederlage-orbans-rueckschlag-fuer-rechtspopulisten-in-europa-702364/ --- Der Machtwechsel in Ungarn ist nach Einschätzung von DIW-Präsident Marcel Fratzscher ein Rückschlag für Rechtspopulisten in Europa. Der Ökonom sieht in der Abwahl von Viktor Orban ein Scheitern eines politischen Modells, das auf Nationalismus, Korruption und wirtschaftlicher Stagnation beruhe. Zugleich betont er die Signalwirkung für Deutschland und eine Verbindung zur US-Politik. ## „Politisches Urteil über ein ganzes Modell“ Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, sieht im Machtwechsel in Ungarn auch eine Niederlage für Rechtspopulisten in Europa. „Die Abwahl Orbans ist ein politisches Urteil über ein ganzes Modell“, sagte Fratzscher dem „Handelsblatt“ (Dienstagsausgabe). Das System des langjährigen Ministerpräsidenten Viktor Orban, das auf Nationalismus, Korruption und wirtschaftlicher Stagnation basiere, sei letztlich gescheitert. „Ungarn zeigt: Autoritäre Populisten sind verwundbar, wenn ihre Bilanz sichtbar wird“, so Fratzscher laut „Handelsblatt“. ### Signalwirkung für Deutschland und Europa Nach dem deutlichen Wahlsieg der pro-europäischen Tisza-Partei unter Oppositionsführer Peter Magyar hob Fratzscher die Signalwirkung für Deutschland hervor. Der Sturz Orbans sei für die AfD und andere extrem rechte Parteien in Europa ein Warnsignal. „Orban war ihr Vorbild – sein Sturz entlarvt die Leere ihrer Versprechen“, sagte Fratzscher dem „Handelsblatt“. ### Verbindung zur US-Politik und MAGA-Ideologie Fratzscher zog zudem eine direkte Verbindung zur US-Politik. Er wertete den Wahlausgang als „empfindlichen Rückschlag“ für den Export der sogenannten MAGA-Ideologie („Make America Great Again“) nach Europa, wie er dem „Handelsblatt“ sagte. US-Präsident Donald Trump und sein Vize-Präsident JD Vance hatten Orban im Wahlkampf massiv unterstützt. Nach Ansicht des DIW-Chefs stünden Trump, Orban und ihre Verbündeten für dieselbe Logik: „Feindbilder statt Lösungen, Spaltung statt Wohlstand“, erklärte Fratzscher gegenüber dem „Handelsblatt“. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück