# Wagenknecht lehnt Höckes Ministerpräsidenten-Angebot ab Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-08-13T13:32:11+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-08-13T14:30:06+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/wagenknecht-lehnt-hoeckes-ministerpraesidenten-angebot-ab-742986/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht hat das Angebot des Thüringer AfD-Landeschefs Björn Höcke abgelehnt, sie zur Ministerpräsidentin wählen zu lassen. Sie wirft Höcke vor, unehrlich zu handeln und parteipolitisches Taktieren über Problemlösungen zu stellen. ## Kritik an Höckes Angebot und eigene Position „Das Amt des Thüringer Ministerpräsidenten ist kein Wanderpokal, den Herr Höcke nach Belieben vergeben kann“, sagte Wagenknecht laut „Welt“. Zwar habe der amtierende Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) durch seine Plagiatsaffäre das Vertrauen verspielt, doch Höckes Angebot sei weder ehrlich noch seriös. Es sei unehrlich, weil dieser wisse, dass die Mehrheit der BSW-Abgeordneten im Landtag in Opposition zum Bundesvorstand stünden und sie nicht wählen würden. Eine eigene Amtsübernahme halte sie nicht für eine echte Lösung. Es brauche einen überparteilichen Ministerpräsidenten, der vor Ort verankert sei. Sie selbst habe nur ihre Kindheit in Thüringen verbracht. „Höcke macht Politik wie die Altparteien: parteipolitisches Taktieren und Effekthascherei geht über Problemlösung.“ Ihre Partei wolle die „unehrliche Art“ der Politik und „Brandmauer-Irrsinn“ beenden. ### Gegenangebot für Gespräche und öffentliches Duell Wagenknecht machte ein Gegenangebot: „Wir sind, wie wir bereits mehrfach erklärt haben, bereit, Gespräche über einen überparteilichen Ministerpräsidenten und politische Schwerpunkte sowohl in Sachsen-Anhalt als auch in Thüringen mit der AfD und allen anderen Parteien zu führen.“ Zudem wolle sie ein „öffentliches Duell“ mit Höcke führen. „Auf neutralem Boden und mit einem unparteiischen Moderator“. „Da sollten wir auch über den BSW-Vorschlag eines überparteilichen Ministerpräsidenten diskutieren, über Wege aus der aktuellen Wirtschaftskrise und der deutschen Bildungsmisere oder darüber, warum Herr Höcke den transatlantischen Flügel der AfD auf dem letzten AfD-Parteitag unterstützt hat.“ „Wenn etwa Höckes Kollege Siegmund in Sachsen-Anhalt erklärt, dass er ohne absolute AfD-Mehrheit das Amt des Ministerpräsidenten lieber gleich der CDU überlässt, steht das einerseits in scheinbarem Kontrast zu Höckes Offerte, folgt aber der gleichen Logik: erst kommt die Partei, dann das Land.“ --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück