# Wadephul fordert stärkere UN-Rolle gegen Krisen Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-09-21T07:52:05+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-09-21T07:52:09+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/wadephul-fordert-staerkere-un-rolle-gegen-krisen-758260/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Außenminister Johann Wadephul (CDU) hat vor der 81. UN-Generalversammlung eine stärkere Rolle der Vereinten Nationen bei der Beendigung globaler Konflikte gefordert. Die Staatengemeinschaft dürfe sich nicht mit einer bloßen Bestandsaufnahme begnügen, sondern müsse Lösungen vorantreiben. ## Forderung nach gemeinsamer Verantwortung "Die Staaten der Welt haben die UN vor über 80 Jahren gegründet, um der Menschheit nach dem Entsetzen des Zweiten Weltkriegs eine Schaltzentrale für eine friedliche internationale Ordnung zu geben". Das sagte Wadephul am Montag vor seiner Abreise nach New York. Die Perspektive auf ein nachhaltiges, konfliktfreies Miteinander sei heute einem Modus der Dauereskalation gewichen. "Daran können und wollen wir uns nicht gewöhnen." "Wir haben eine Verpflichtung, unsere Kräfte zu bündeln, damit eine Umkehr möglich ist" Die Gespräche in New York böten eine der wenigen Gelegenheiten, um die Sprachlosigkeit zwischen Konfliktparteien zu überwinden – sowohl in Europa als auch im Mittleren Osten. "Die zahllosen Gespräche dieser Woche bieten eine der wenigen Gelegenheiten dazu. Deutschland wird seinen Teil dafür tun und darauf hinarbeiten, die beklemmende Sprachlosigkeit zwischen den Konfliktparteien zu überwinden – sowohl in Europa als auch im Mittleren Osten." Wenn die Staatengemeinschaft zusammenkomme, dürfe es nicht nur um eine "reine Bestandsaufnahme" gehen. "Dann sollten alle politisch Verantwortlichen bereit sein, ernsthaft um jeden noch so kleinen Schritt zur Lösung zu ringen". ### Maritime Sicherheit und globale Folgen Wadephul betonte die Notwendigkeit, gemeinsam mehr Verantwortung für maritime Sicherheit zu übernehmen. "Denn an der Straße von Hormus und am Bab al-Mandab halten Iran und seine Milizen seit Monaten die Lebensadern des freien Handelsverkehrs im Würgegriff." Energielieferungen, Düngemittel und Hilfsgüter würden unbezahlbar oder kämen kaum noch an. "Unter den Folgen leiden wir in Deutschland und Europa – und noch dramatischer viele Länder des globalen Südens, wo steigende Preise und Ernteausfälle existenzbedrohend sind." Grundsätzlich brauche es für eine stabile internationale Ordnung Vereinte Nationen, „die die Krisen und Konflikte unserer Zeit nicht vor allem verwalten, sondern den Boden für Lösungen bereiten“, So der Minister. „Als handelnder Arm der Staatengemeinschaft, der beispielsweise im Krieg im Sudan vermittelt, an der Deblockade von Handelsrouten mitarbeitet oder gegen Menschenrechtsverletzungen vorgeht.“ Zudem müsse die UNO Verantwortung bei aktuellen Fragen wie dem Umgang mit künstlicher Intelligenz übernehmen. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück