Außenminister Johann Wadephul (CDU) erwartet trotz der jüngsten Annäherung zwischen den USA und dem Iran langwierige Gespräche über das iranische Atomprogramm. Zwar sieht er das angekündigte Abkommen als wichtigen Schritt, betont jedoch, dass zentrale Fragen zur nuklearen Bewaffnung Teherans noch offen seien.
Außenminister Johann Wadephul (CDU) rechnet trotz der Annäherung zwischen den USA und dem Iran mit längeren Verhandlungen über das iranische Atomprogramm. Zwar sei das Abkommen ein „Schritt in die richtige Richtung“, sagte der CDU-Politiker in der RTL-Sendung „Nachtjournal Spezial“. Zugleich schränkte er ein, über das „Hauptthema, nämlich den Ausschluss einer nuklearen Bewaffnung des Iran“, werde „schon noch etwas länger gesprochen werden müssen“ (RTL-Sendung „Nachtjournal Spezial“).
Direkte Gespräche zwischen Washington und Teheran
Wadephul wertete es als Fortschritt, dass Washington und Teheran künftig direkt miteinander verhandeln sollen. Klar sei nun, dass „USA und Iran direkt und nicht wie bisher durch Vermittler Pakistan, insbesondere Katar sprechen“. Das sei „erst mal gut, um jetzt endlich diesen Konflikt aufzulösen“ (RTL-Sendung „Nachtjournal Spezial“).
Unterschrift unter Abkommen erwartet
Der CDU-Politiker geht davon aus, dass das angekündigte Abkommen am Freitag unterzeichnet wird. „Die Unterschrift wird es geben“, sagte Wadephul in der RTL-Sendung „Nachtjournal Spezial“. „Die Frage ist, was gibt es damit? Was steht da drin? Das wissen wir noch nicht so ganz genau.“
Dennoch zeigte sich der Außenminister vorsichtig optimistisch. „Ich habe die Hoffnung, dass das gelingen kann“, sagte er mit Blick auf die Aussichten für eine politische Lösung. Man wäre „diesen ersten Schritt nicht gegangen, wenn man nicht auf beiden Seiten gesagt hätte: Wir können es miteinander schaffen“ (RTL-Sendung „Nachtjournal Spezial“).
Druck auf Iran als möglicher Faktor
Der Iran habe zudem erkannt, „dass das, was es an militärischem Druck gab, aber auch an wirtschaftlichem Druck gab, zu einer Existenzkrise des Regimes führen kann“. Deshalb habe sich die Führung nun für den Verhandlungsweg entschieden (RTL-Sendung „Nachtjournal Spezial“).
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