# VZBV fordert Zuckersteuer auf Süßgetränke Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-10-14T06:12:05+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-10-14T06:12:08+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/vzbv-fordert-zuckersteuer-auf-suessgetraenke-766428/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Der Verbraucherzentrale Bundesverband drängt auf eine Abgabe auf zuckerhaltige Getränke, um Prävention zu stärken und Krankenkassen zu entlasten. Die WHO unterstützt dies mit gesundheitlichen Argumenten, während Union und Bauernverband warnen. ## VZBV und WHO für gesundheitspolitische Maßnahme Die Vorständin des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV), Ramona Pop, betont: „Die Zuckersteuer auf Süßgetränke ist überfällig: Sie stärkt die Prävention, schützt die Gesundheit und entlastet die Krankenkassen“. Sie ergänzte: „Sie ist kein Instrument zur Haushaltssanierung, sondern eine Investition in die Gesundheit der Menschen.“ Wer Ernährung als reine Privatsache bezeichne, verkenne die Realität, so Pop. "Unsere Ernährungsentscheidungen werden maßgeblich davon beeinflusst, welches Angebot wir vorfinden". Sie fügte hinzu: "Die Zuckersteuer ist ein notwendiger Schritt für mehr Gesundheit. Sie muss jetzt kommen." und forderte die Koalition aus CDU/CSU und SPD auf, endlich zu handeln. ### Union und Bauernverband lehnen Steuer ab Landesagrarminister der Union lehnen die Zuckersteuer ab. Sie fürchten sinkende Erlöse für Landwirte und setzen laut der "Welt" stattdessen auf "Ernährungsbildung, Eigenverantwortung, Aufklärung und Innovation". Auch Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes und Aufsichtsratsmitglied von Südzucker, spricht sich gegen die Abgabe aus. Er behauptet, das Ernährungsverhalten werde nicht durch zusätzliche Abgaben gesteuert, und warnt vor sinkenden Erlösen für landwirtschaftliche Betriebe. ### WHO empfiehlt Besteuerung gesüßter Getränke Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt eine Besteuerung gesüßter Getränke, um die Risiken für Übergewicht, Adipositas und Diabetes zu senken. Die Steuer solle dabei sowohl die gesundheitlichen Belastungen als auch die kulturellen Gegebenheiten eines Landes berücksichtigen. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück