# VW plant Abbau von Managementstellen und kämpft um Standorte Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-08-27T09:16:46+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-08-27T09:16:46+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/vw-plant-abbau-von-managementstellen-und-kaempft-um-standorte-747933/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Konzernchef Blume kündigt Einschnitte an – Zukunft von Emden und Zwickau ungewiss Volkswagen steht vor tiefgreifenden Veränderungen. Konzernchef Oliver Blume hat bei einer Betriebsversammlung im Werk Emden angekündigt, ein Viertel der Stellen im Management abzubauen. „Alle Bereiche müssen ihren Teil beitragen; es ist ein Kraftakt, der nur gemeinsam gelingen kann“, sagte Blume, wie die Welt und der Spiegel berichten. Die Maßnahme ist Teil eines breiteren Sparkurses, der auch andere Bereiche wie Entwicklung und Vertrieb betrifft. Blume betonte, dass es um die dauerhafte Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns gehe, da die Arbeitskosten in Emden mehr als doppelt so hoch seien wie an vergleichbaren europäischen Standorten. Auch die Fabrikkosten lägen deutlich über denen anderer Werke, so der VW-Chef. ## VW-Standorte droht unsichere Zukunft bis 2030 Die Zukunft mehrerer Standorte bleibt ungewiss. Blume räumte ein, dass es für die Werke in Emden, Zwickau, Hannover und das Audi-Werk in Neckarsulm derzeit keine „wettbewerbsfähige Belegung“ für die 2030er-Jahre gebe, wie die Zeit und n-tv berichten. Gleichzeitig betonte er, dass Werksschließungen „immer die letzte und teuerste Lösung“ seien. Sollte eine Nachbelegung nicht möglich sein, wolle Volkswagen dennoch um industrielle Perspektiven und Beschäftigung kämpfen. In Emden und Zwickau demonstrierten Mitarbeiter mit Plakaten für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze, während Betriebsräte und Gewerkschaften die Kommunikation des Vorstands kritisierten. ### Mitarbeiter und Politik kritisieren VW-Kommunikation scharf Die Belegschaft reagierte mit gemischten Gefühlen auf Blumes Auftritte. In Wolfsburg wurde seine Rede von Pfiffen begleitet, und der Konzernbetriebsrat warf dem Vorstand eine „desaströse Kommunikation“ vor, wie die Zeit berichtet. Auch Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) kritisierte die Konzernleitung und forderte, sowohl die Arbeitsplätze als auch die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Blume selbst sprach von einem „gemeinsamen Kraftakt“ und verwies darauf, dass die Kosten außerhalb der direkten Produktion nun im Fokus stünden. ### 50.000 Jobs in Gefahr durch VW-Sparplan Die angekündigten Sparmaßnahmen könnten Zehntausende Jobs betreffen. Blume bezeichnete die oft genannte Zahl von 50.000 Stellen als „theoretische Rechengröße“, die sich aus den Kosten ableite, wie der Spiegel und n-tv berichten. Etwa die Hälfte dieser Einsparungen solle in Deutschland, die andere Hälfte weltweit in rund 170 Gesellschaften umgesetzt werden. Blume betonte, dass es keine festen Zielvorgaben gebe, sondern dass man flexibel auf die Entwicklungen reagieren wolle. ### E-Auto-Standorte Zwickau und Emden vor Stilllegungen In Zwickau, wo Volkswagen als Pionier der Elektromobilität gilt, ist die Auslastung gesunken, seit andere Standorte in den E-Auto-Markt eingestiegen sind. Aktuell arbeiten dort etwa 8.000 Beschäftigte, 2027 soll eine der beiden Fertigungslinien stillgelegt werden. Auch in Emden, wo seit Ende 2024 ausschließlich E-Autos produziert werden, fürchten die rund 7.700 Mitarbeiter um ihre Jobs. Beide Standorte gelten als wichtige Arbeitgeber in ihren Regionen. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück