# Verkehrsminister Schnieder muss nach 14 Monaten gehen Datum: 24.07.2026 09:46 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/verkehrsminister-schnieder-muss-nach-14-monaten-gehen-735345/ --- Bundeskanzler Merz plant Kabinettsumbildung – Fritz Güntzler als Nachfolger im Gespräch Nach nur 14 Monaten im Amt steht Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) vor dem politischen Aus. Wie die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf Partei- und Koalitionskreise berichtet, soll Schnieder im Zuge der Kabinettsumbildung durch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) seinen Posten verlieren. Zuvor hatten bereits die „Bild“-Zeitung und „Table.Briefings“ über die geplante Ablösung berichtet. Merz selbst bestätigte auf einer Pressekonferenz zwar weitere Wechsel im Kabinett, äußerte sich aber nicht konkret zu Schnieders Zukunft. ## Kanzler entscheidet über Verkehrsminister-Nachfolge Die Entscheidung werde er „in Ruhe“ treffen, betonte der Kanzler. Als möglicher Nachfolger wird der CDU-Finanzpolitiker Fritz Güntzler gehandelt, wie sowohl der „Spiegel“ als auch die „Zeit“ übereinstimmend melden. Güntzler, seit 2013 Bundestagsabgeordneter, ist unter anderem Mitglied im Finanzausschuss und war in der Vergangenheit in Untersuchungsausschüssen wie dem Cum/Ex- oder Wirecard-Skandal aktiv. ### Deutsche Bahn bleibt trotz Reformen in der Krise Wer auch immer das Amt übernimmt, wird vor allem mit der anhaltenden Krise bei der Deutschen Bahn konfrontiert sein. Trotz der Ernennung von Evelyn Palla zur neuen Bahnchefin durch Schnieder im vergangenen Jahr bleiben Pünktlichkeitsprobleme und Verzögerungen bei der Sanierung hoch belasteter Strecken bestehen. Ein schuldenfinanziertes Sondervermögen soll zwar die Modernisierung von Schienennetz und Brücken ermöglichen, doch für den Neu- und Ausbau von Autobahnen oder Bahnstrecken fehlen im Kernhaushalt Milliarden. Schon im Herbst 2025 hatten Berichte über mögliche Verzögerungen bei Infrastrukturprojekten aufgrund von Haushaltslücken für Aufsehen gesorgt. ### Haushaltslücken blockieren Infrastrukturprojekte Merz hatte damals betont: „Alles, was baureif ist, wird gebaut.“ Die „Zeit“ verweist zudem auf die haushaltspolitischen Herausforderungen, die das Verkehrsressort auch unter neuer Führung belasten werden. Während der BR über weitere Personalrochaden im Kabinett berichtet, etwa den Wechsel von Gesundheitsministerin Nina Warken ins Kanzleramt, bleibt die Nachfolgefrage im Verkehrsministerium vorerst offen. Merz kündigte an, die Entscheidungen „ohne Zeitdruck“ zu treffen. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück