# Verfassungsschutzchef warnt: AfD-Reise nach St. Petersburg sicherheitsgefährdend Datum: 02.06.2026 04:19 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/verfassungsschutzchef-warnt-afd-reise-nach-st-petersburg-sicherheitsgefaehrdend-718272/ --- Der Präsident des Thüringer Verfassungsschutzes, Stephan Kramer, warnt vor der geplanten Teilnahme mehrerer AfD-Politiker am St. Petersburger Internationalen Wirtschaftsforum. Die Reise sei aus seiner Sicht sicherheitspolitisch hoch problematisch und berühre deutsche Sicherheitsinteressen. Kramer sieht darin eine Stärkung der Propaganda des Kremls und warnt vor möglichen Einflussversuchen russischer Geheimdienste. ## Warnung vor sicherheitspolitischen Risiken Stephan Kramer Die Reise stärke die Propaganda des Kremls, eröffne Einfluss- und Anbahnungsräume für russische Geheimdienste und berühre deutsche Sicherheitsinteressen, so Kramer weiter laut „Handelsblatt“. Eine konkrete Geheimnisweitergabe sei zwar nicht belegt. Das Risiko liege aber darin, dass Bundestagsabgeordnete im Rahmen ihrer parlamentarischen Arbeit Zugang zu sensiblen oder eingestuften Informationen haben könnten – etwa zu Lageeinschätzungen, parlamentarischen Strategien, Energiepolitik, Sanktionen oder Kritischer Infrastruktur. ### Russlandnähe im AfD-Umfeld im Fokus Kritisch sieht Kramer zudem eine Russlandnähe im AfD-Umfeld. Gerichte hätten bereits Fälle bestätigt, in denen Bundestagsmitarbeitern wegen sicherheitskritischer Russlandkontakte der Zugang verweigert worden sei. „Das zeige, dass die Sorge nicht abstrakt sei“, sagte Kramer dem „Handelsblatt“. Zwar seien Abgeordnete aufgrund ihres freien Mandats grundsätzlich unabhängig, sagte Kramer weiter laut „Handelsblatt“. Das bedeute aber nicht, „dass sie außerhalb jeder politischen oder sicherheitspolitischen Verantwortung stünden“. ### Forum als Bühne des Kremls Das St. Petersburger Internationalen Wirtschaftsforum sei eine zentrale Bühne des Kremls, gab Kramer zu bedenken. Westliche Politiker, die daran teilnähmen, halfen Russland, trotz des Angriffskriegs gegen die Ukraine Normalität und Anschlussfähigkeit zu inszenieren, sagte er dem „Handelsblatt“. Dabei sei das Risiko politischer Einflussnahme durch Russland seit Beginn des Ukrainekrieges 2022 deutlich gestiegen, so Kramer gegenüber dem „Handelsblatt“. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück