# Verfassungsschutz warnt vor neuer nihilistischer Terror-Szene online Datum: 27.05.2026 10:59 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/verfassungsschutz-warnt-vor-neuer-nihilistischer-terror-szene-online-716435/ --- Das Bundesamt für Verfassungsschutz warnt vor neuen gewaltbereiten Gruppierungen aus dem Online-Netzwerk rund um „White Tiger“. Nach Recherchen des Magazins „Spiegel“ hat sich aus der sogenannten „Com“- und „764“-Szene in den vergangenen Jahren eine Strömung herausgebildet, deren Mitglieder Brandanschläge begehen und wahllos Passanten angreifen. Experten sprechen von „nihilistischem gewalttätigem Extremismus“, der in Chatgruppen organisiert ist und Gewalttaten gezielt inszeniert. ## Online-Szene mit hoher Gewaltbereitschaft Nach Informationen des „Spiegel“ geht die Strömung auf die „Com“- und „764“-Szene zurück, zu der auch der inzwischen festgenommene Hamburger Shahriar J. gehört haben soll. Die Mitglieder dieser Szene vernetzen sich demnach vor allem in Chatgruppen auf Telegram, filmen ihre Gewalttaten und teilen die Videos anschließend erneut in den Chats. Gegen mindestens vier Mitglieder aus dieser Szene seien in Deutschland in den vergangenen zweieinhalb Monaten Ermittlungen aufgenommen worden, berichtet der „Spiegel“. „Wir haben diese Gruppe gebildet, um Terror in den Alltag zu bringen“, schrieb einer der Festgenommenen laut „Spiegel“ über seine Chatgruppe. ### Warnung des Verfassungsschutzes Das Bundesamt für Verfassungsschutz warnte nach Angaben des „Spiegel“ vor Gruppierungen aus dem Netzwerk rund um „White Tiger“. Die Behörde wollte sich auf Anfrage des Magazins nicht zu den konkreten Com-Gruppierungen äußern. Man prüfe jedoch „fortlaufend eine Instrumentalisierung solcher Gruppen durch russische staatliche Stellen“, teilte das Bundesamt für Verfassungsschutz dem „Spiegel“ mit. Grundsätzlich ordnet die Behörde die Online-Gruppierungen als Teil einer Subkultur ein, „welche ein gewaltbereites, menschenfeindliches und nihilistisches Weltbild mit Bezügen zum Rechtsextremismus vereint“. In dem Netzwerk herrsche insgesamt ein „hohes Gefährdungspotenzial“, heißt es laut „Spiegel“ aus dem Bundesamt für Verfassungsschutz. ### Extremismusforscher sehen System hinter Gewalt Westliche Sicherheitsbehörden prüfen nach Recherchen des „Spiegel“ zudem, ob Russland über einen Kanal aus der Gewalt-Szene versuchen könnte, Teenager für Angriffe zu rekrutieren. Als „nihilistischen gewalttätigen Extremismus“ bezeichnen Experten das Phänomen, das sich in den vergangenen Jahren herausgebildet haben soll. „Das oberste Ziel der Mitglieder dieser Szene ist es, dass eine Tat besonders grausam und zerstörerisch ist“, sagte der Extremismusexperte Thilo Manemann von der Analyseorganisation Cemas dem „Spiegel“. Das verbindende Element der Chatgruppen sei „die extreme Gewalt, um damit Anerkennung in der Szene zu bekommen“, so Manemann laut „Spiegel“. Cemas hat am Mittwoch den Bericht „Gewalteskalation als System: Nihilistic Violent Extremism in Deutschland“ zu dem Phänomen veröffentlicht. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück