Die bundesweiten Proteste gegen Kürzungen im Gesundheitswesen sollen in der kommenden Woche fortgesetzt werden. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi kündigte für Montag Aktionen von Beschäftigten aus Servicebereichen an Kliniken und Pflegeeinrichtungen an. Im Mittelpunkt stehen Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen und einer tariflich abgesicherten Bezahlung. Verdi warnt vor einer Verschärfung des Kostendrucks durch die Kürzungspläne von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU).
Aktionen an über 120 Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen
Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi will die Proteste gegen Kürzungen im Gesundheitswesen in der kommenden Woche fortführen. Das kündigte Verdi am Sonntag an.
Am Montag soll es laut Verdi bundesweit zu Aktionen von Beschäftigten aus Servicebereichen an Kliniken und Pflegeeinrichtungen kommen. „Sichtbar. Unverzichtbar. Ohne Servicekräfte läuft nichts – unter diesem Motto machen Beschäftigte an über 120 Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen darauf aufmerksam, wie wichtig die Dienstleistungsbereiche für eine gute Versorgung sind“, sagte Sylvia Bühler, Verdi-Bundesvorstandsmitglied, laut Verdi. „Wenn im Krankenhaus zum Beispiel nicht qualifiziert gereinigt und desinfiziert wird, kostet das im schlimmsten Fall Menschenleben“, so Bühler.
Kritik an Ausgliederungen und Kostendruck
Bühler kritisierte laut Verdi, dass viele Träger aufgrund des Kostendrucks Beschäftigte in Tochtergesellschaften ausgliederten und dort schlechter bezahlten. Diese Entwicklung könnte sich nach Ansicht von Verdi durch die Kürzungspläne von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) weiter verschärfen.
Forderung nach tariflich abgesicherter Bezahlung
Verdi fordert nach eigenen Angaben bessere Arbeitsbedingungen und eine „angemessene, tariflich abgesicherte Bezahlung“ für die Beschäftigten in den Servicebereichen von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen.
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