# Verdi und GEW fordern Pflicht zur Betriebsrente Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-08-24T01:42:04+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-08-24T01:42:10+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/verdi-und-gew-fordern-pflicht-zur-betriebsrente-746664/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Vor dem Sozialpartnerdialog zur Stärkung der betrieblichen Altersvorsorge verlangen Verdi und die GEW gesetzliche Rahmenbedingungen. Das Bundesarbeitsministerium plant die Auftaktveranstaltung für den 8. Oktober in Berlin. ## Forderungen von Verdi und GEW Verdi-Chef Frank Werneke betont, das Ziel einer lebensstandardsichernden Gesamtversorgung im Alter von 70 Prozent nach Steuern sei nur erreichbar, wenn alle Beschäftigten eine betriebliche Altersvorsorge erhalten. Laut Werneke müssen dafür bestehende Systeme für alle Beschäftigten und alle Betriebe geöffnet werden. Verdi sei dazu bereit, fordere aber gleichzeitig eine gesetzliche Vorgabe für eine obligatorische betriebliche Altersversorgung mit verpflichtenden Arbeitgeberbeiträgen. Werneke zeigt sich skeptisch, dass der Sozialpartnerdialog zu einer Einigung führt. Er habe nicht die Hoffnung, dass die Arbeitgeberverbände sich freiwillig mit Verdi verständigen werden. Am Ende sei die Bundesregierung in der Pflicht, eine obligatorische Lösung gesetzlich vorzugeben. ### GEW fordert Rahmenbedingungen und Refinanzierung Maike Finnern, Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, betont, es komme auf die Rahmenbedingungen an. Die Arbeitgeberverbände müssten ihre Blockadehaltung gegenüber Allgemeinverbindlicherklärungen von Branchentarifverträgen aufgeben, um auch kleine und mittlere Unternehmen in die Pflicht zu nehmen. Wer sich als Sozialpartner verstehe, dürfe die Verbreitung von bAV-Tarifverträgen nicht blockieren. Finnern fordert zudem, die öffentliche Hand müsse in der Kinder- und Jugendhilfe die Aufwendungen der Träger für die betriebliche Altersvorsorge refinanzieren. Jede gesetzliche Regelung müsse Rücksicht auf gewachsene, erfolgreiche Strukturen nehmen. Was funktioniere, dürfe nicht kaputtreformiert werden. Unter diesen Bedingungen sei eine Verständigung im Dialog vorstellbar. ### Zeitplan für den Sozialpartnerdialog Das Bundesarbeitsministerium hat die Einladungen für den Start des Sozialpartnerdialogs verschickt. Die Teilnehmer sollen bis zum 17. September ihre Stellungnahmen einreichen. Die Auftaktveranstaltung soll am 8. Oktober in Berlin stattfinden. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück