# Verdi fordert Beibehaltung der Rente mit 63 Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-10-26T01:32:10+01:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-10-26T01:32:14+01:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/verdi-fordert-beibehaltung-der-rente-mit-63-770889/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Verdi-Chef Frank Werneke verlangt von Bundesarbeitsminister Alexander Schweitzer (SPD) einen Gesetzentwurf zur Sicherung der Rente mit 63. Die abschlagsfreie Frührente sei finanzierbar und werde von einer überwältigenden Mehrheit der Bevölkerung gewünscht. ## Forderungen an den Arbeitsminister "Er sollte einen Gesetzentwurf vorlegen, der auf die Anhebung des Renteneintrittsalters verzichtet, die Rente für besonders langjährig Versicherte mit 45 Beitragsjahren erhält, das Rentenniveaus bei 48 Prozent über das Jahr 2031 hinaus stabilisiert und ausbaut sowie die Möglichkeit der verblockten Altersteilzeit beibehält", sagte Frank Werneke, Verdi-Vorsitzender, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagsausgaben). Der Gewerkschaftschef hält an der abschlagsfreien Frührente fest. Sie sei "am Ende auch finanzierbar". ### Finanzierung und Akzeptanz Die rund zehn Milliarden Euro, die die Abschaffung der Rente mit 63 einsparen soll, entsprechen "ungefähr 0,1 bis 0,2 Prozentpunkte beim Rentenversicherungsbeitrag", so Werneke. Das finanziell darzustellen, sei möglich. "Die derzeit bestehende Beitragsprognosen gehen von der Beibehaltung der Rente nach 45 Beitragsjahren aus und alle Umfragen zeigen, eine überwältigende Mehrheit der Bevölkerung will das sie bleibt". ### Zielgruppe und gesellschaftliche Bedeutung Das Argument, die Rente mit 63 werde vor allem von Gutverdienern mit Bürojobs genutzt, wies Werneke zurück. "Das Argument unterstellt, dass für die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren nur eine bestimmte Gruppe vorgesehen war. Das stimmt nicht". Sie sei "unter dem Betrachtungswinkel eingeführt worden, die Lebensleistung besonders von denjenigen zu würdigen, die lange gearbeitet haben oder Erziehungszeiten hatten". Der Gewerkschaftler bezifferte die Zahl der Betroffenen auf "über 250.000 Menschen pro Jahrgang". Für sie spiele die Frage eine wichtige Rolle, ob respektiert, gesehen und wertgeschätzt werde, dass sie lange gearbeitet habe. "Es macht einen Unterschied, ob man mit 16 Jahren angefangen hat zu arbeiten oder erst mit Ende 20 nach einer akademischen Ausbildung. Das sitzt ganz tief bei sehr vielen Menschen". --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück