# Verdacht: GRU-Agenten sollen Drohnenlieferanten in Bayern ausspioniert haben Datum: 01.04.2026 10:27 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/verdacht-gru-agenten-sollen-drohnenlieferanten-in-bayern-ausspioniert-haben-698298/ --- Im Fall zweier mutmaßlicher russischer Agenten in Deutschland verdichten sich nach Medienberichten die Hinweise auf einen Auftrag aus Moskau. Die Verdächtigen, ein Ukrainer und eine Rumänin, sollen einen bayerischen Unternehmer ausgespäht haben, der Drohnen in die Ukraine liefert. Ermittler sehen Anhaltspunkte für eine Verbindung zum russischen Militärgeheimdienst GRU. Zudem gibt es Hinweise, dass die mutmaßliche Spähaktion der Vorbereitung eines Mordanschlags gedient haben könnte. ## Verdacht auf Spionage für russischen Militärgeheimdienst Wie der „Spiegel“ berichtet, sollen die Verdächtigen, der Ukrainer Sergey N. und die Rumänin Alla S., in Deutschland für den russischen Militärgeheimdienst GRU spioniert haben. Darauf deuten nach Angaben von Ermittlern Chatnachrichten hin, so das Nachrichtenmagazin. Ende März ließ der Generalbundesanwalt den 43-jährigen N. und die 45-jährige S. wegen Spionageverdachts festnehmen. Sie sollen einen Unternehmer aus Bayern ausgespäht haben, der Drohnen in die Ukraine liefert. Die Beschuldigten sollen den Arbeitsort und die Meldeadresse des Mannes gefilmt haben. Fahnder vermuten, dass die Spähaktion zur Vorbereitung eines Mordanschlags gedient haben könnte. ### Frühe Hinweise auf Gefährdung Nach Recherchen des „Spiegel“ erreichten Behörden bereits Mitte Dezember Informationen zu einer Gefährdung. Kurz darauf nahmen Polizisten Sergey N. an der Adresse des Unternehmers in Gewahrsam. Beamte konnten Daten auf seinem Telefon sichern. Chats sollen zeigen, dass N. in Kontakt mit einem Anleiter in Russland stand, den Experten der GRU zurechnen, wie der „Spiegel“ berichtet. Sergey N. setzte sich nach Spanien ab. In der Folge soll Alla S. die Spähaktion fortgesetzt haben, schreibt das Nachrichtenmagazin weiter. ### Festnahmen in Deutschland und Spanien Ende März wurden beide Beschuldigte festgenommen. Alla S. sitzt in Untersuchungshaft, ihre Anwältin ließ laut „Spiegel“ eine Anfrage zu den Vorwürfen unbeantwortet. N. kam in Spanien unter Auflagen frei. Er war für das Nachrichtenmagazin nicht zu erreichen. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück