# Verbraucherschützerin kritisiert Tankrabatt und fordert Hilfen für Arme Datum: 21.04.2026 01:19 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/verbraucherschuetzerin-kritisiert-tankrabatt-und-fordert-hilfen-fuer-arme-705021/ --- Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) lehnt wenige Tage vor der geplanten Verabschiedung des Tankrabatts die vorgesehene Steuersenkung für Autofahrer ab und fordert stattdessen gezielte Hilfen für Menschen mit geringen Einkommen. VZBV-Chefin Ramona Pop kritisiert insbesondere, dass frühere Entlastungen an der Zapfsäule nur unvollständig bei den Verbrauchern angekommen seien, während die Kosten für den Staat hoch gewesen seien. ## VZBV fordert Abkehr vom Tankrabatt VZBV-Chefin Ramona Pop verwies in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (noz) auf die Erfahrungen mit früheren Entlastungsmaßnahmen an der Zapfsäule: „Der letzte Tankrabatt ist only teilweise bei den Verbrauchern angekommen, war aber sehr teuer“, sagte sie der Zeitung. Besser sei es aus ihrer Sicht, die Energiekosten insgesamt zu senken. So mahne es nach ihren Angaben auch die EU-Kommission derzeit an: „Also auch die Stromsteuer auf das europäische Mindestmaß abzusenken, weil Deutschland die höchsten Strompreise hat.“ Bislang ist vorgesehen, den Spritpreis für alle Autofahrer durch eine Senkung der Energiesteuern für Kraftstoffe um etwa 17 Cent pro Liter zu senken. ### Gezielte Hilfen statt Entlastung für alle Der geplante Tankrabatt würde nach Einschätzung von Pop auch Menschen zugutekommen, die auf eine staatliche Unterstützung gar nicht angewiesen seien. Die Verbraucherschützerin plädiert deshalb für ein anderes Instrument der Entlastung. „Wir fordern seit Langem Direktzahlungen für einkommensschwache Haushalte, um sie direkt und unkompliziert in Krisenzeiten zu entlasten“, sagte Pop zur noz. ### Übergewinnsteuer, Regulierung und Preisdeckel Den Plan von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD), die Kosten des Tankrabatts durch eine Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne zu finanzieren, hält Pop hingegen für richtig. Darüber hinaus fordert sie schärfere Vorgaben für die Branche: „Wir brauchen Regeln, um sicherzustellen, dass sich die Konzerne nicht auf Kosten der Verbraucher bereichern.“ Preisdeckel auf Energie hält Pop nach eigenen Worten grundsätzlich für denkbar. So verwies sie auf Modelle in anderen EU-Ländern: Preisdeckel, wie sie in Luxemburg oder Belgien bereits angewendet werden, seien prinzipiell ebenfalls möglich, man müsse darüber nachdenken. Die Regierung müsse zudem einen besseren „Maßnahmen-Mix“ vorbereiten, um Preissprünge abzufedern. Bei allen Maßnahmen sei sicherzustellen, dass Entlastungen mit Steuergeldern komplett bei den Bürgern ankommen. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück