# Verbraucherschützerin fordert harte Social-Media-Regeln statt Verbot Datum: 18.07.2026 01:14 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/verbraucherschuetzerin-fordert-harte-social-media-regeln-statt-verbot-733621/ --- In der Diskussion um ein mögliches Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche hat sich Bundesverbraucherschützerin Ramona Pop gegen pauschale Verbote ausgesprochen. Stattdessen fordert sie eine schärfere Regulierung der Plattformen und verweist dabei auf konkrete Gefahrenmechanismen und aktuelle Zahlen aus dem neuen Verbraucherreport der Bundesverbraucherzentrale. ## Pop gegen starres Verbot, für strenge Regulierung Vorständin der Bundesverbraucherzentrale Ramona Pop erklärte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe: „Ich bin gegen ein einfaches Social-Media-Verbot für Jugendliche, weil man damit wenig erreicht und Jugendliche ausschließt.“ Pop sprach sich jedoch für eine „klare und harte Regulierung der Plattformen“ aus. Als Beispiel nannte Deutschlands oberste Verbraucherschützerin die automatisierte Standortfreigabe bei vielen Apps der sozialen Netzwerke. Jeder in der Umgebung könne einen dann finden und auch anschreiben, so Pop. „Das ist unheimlich. Und gefährlich. Genau das sind Mechanismen, die kontrolliert und reguliert werden müssen.“ Das automatische Abspielen von Videos sowie endloses Scrollen sollte verboten werden, forderte Pop. ### Debatte um Mindestalter und EU-Empfehlungen Zuletzt hatten EU-Experten sich für ein Verbot von sozialen Netzwerken für unter 13-Jährige ausgesprochen. Zuvor hatte Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) sich ebenfalls für solch ein Verbot ausgesprochen. Pop hingegen befürwortet eine harte Regulierung der Plattformen und kein starres Verbot für Kinder und Jugendliche. ### Verbraucherreport stützt Forderungen Zur Untermauerung ihrer Position verweist Pop auf neueste Zahlen aus dem neuen, bisher unveröffentlichten Verbraucherreport der Bundesverbraucherzentrale. Dort sagen 81 Prozent der 14- bis 29-Jährigen, dass Online-Plattformen stärker in die Verantwortung genommen werden sollten, ihre Angebote so zu gestalten, dass sie für alle Nutzer sicher sind, anstatt Kinder und Jugendliche pauschal von digitalen Diensten auszuschließen. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück