# VdK-Chefin fordert Abschaffung Ehegattensplitting und Vermögenssteuer-Reform Datum: 10.04.2026 02:09 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/vdk-chefin-fordert-abschaffung-ehegattensplitting-und-vermoegenssteuer-reform-701438/ --- Die Präsidentin des Sozialverbands VdK, Verena Bentele, bezeichnet die im Raum stehende Abschaffung des Ehegattensplittings als „überfällig“ und fordert ein neues Besteuerungsmodell für Familien. Zugleich warnt sie vor einer Abschaffung der kostenlosen Mitversicherung von Ehegatten in der gesetzlichen Krankenversicherung und kritisiert eine mögliche Erhöhung der Mehrwertsteuer als „extrem unsozial“. ## Kritik am Ehegattensplitting Die Präsidentin des Sozialverbands VdK, Verena Bentele, hat die im Raum stehende Abschaffung des Ehegattensplittings als „überfällig“ bezeichnet. „Es begünstigt Ehepaare mit großen Einkommensunterschieden“, sagte sie den Zeitungen der „Mediengruppe Bayern“ (Freitagausgaben). „Das verhindert die Gleichstellung am Arbeitsmarkt und erschwert die finanziell eigenständige Absicherung von Frauen“, so Bentele weiter. Der VdK fordere, „dass sich die Förderung von Familien mit Kindern an der Übernahme von familiärer Verantwortung festmacht und nicht am formalen Status der Ehe“, sagte die Verbandspräsidentin der „Mediengruppe Bayern“. „Daher sollte das Splitting durch ein Besteuerungsmodell für Familien ersetzt werden, das keinen negativen Einfluss auf die Erwerbstätigkeit von Frauen hat.“ ### Familienversicherung soll erhalten bleiben Eine Abschaffung der kostenlosen Mitversicherung von Ehegatten bei Krankenkassen hält Bentele hingegen für falsch. „Auch wenn mit Zusatz-Anreizen für die Erwerbstätigkeit der meist mitversicherten Ehefrauen argumentiert wird, ist die Familienversicherung ein Kernelement der gesetzlichen Krankenversicherung und muss vor allem für Familien mit kleinen und mittleren Einkommen unangetastet bleiben“, erklärte sie gegenüber der „Mediengruppe Bayern“. „Eine Abschaffung wäre für diese eine Beitragserhöhung.“ ### Warnung vor Mehrwertsteuererhöhung Als „extrem unsozial“ bezeichnete Bentele eine mögliche Erhöhung der Mehrwertsteuer. „Vor allem Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen, die nicht in Aktien, sondern in den täglichen Bedarf investieren, würden stärker belastet.“ Die Mehrwertsteuererhöhung sei „der einfachste Weg für eine Regierung, die tiefgreifende Reformen scheut und wichtige Einnahmequellen ungenutzt lässt“, so die VdK-Präsidentin in den Zeitungen der „Mediengruppe Bayern“. „Ich schlage vor, nicht den einfachsten Weg zu gehen, sondern den gerechtesten. Das würde bedeuten, sich endlich an eine gerechtere Besteuerung von Erbschaften und Vermögen heranzutrauen.“ ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück